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Fachgerecht entsorgen: So sparst du Ressourcen im Haushalt

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Karton, Glas und weitere Haushaltsabfälle werden getrennt gesammelt und fachgerecht recycelt.

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer Wegwerfgesellschaft zu einer Recyclinggemeinde entwickelt. Wie Haushaltabfälle fachgerecht entsorgt werden, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • n der Schweiz werden viele Abfälle recycelt, darunter Glas, Papier, Karton, PET, Aluminium, Batterien, Elektrogeräte oder Textilien, während Hauskehricht wie verschmutzte Kunststoffverpackungen oder Asche nicht recycelbar ist.
  • Die Regeln für Grünabfuhr und Sonderabfälle unterscheiden sich je nach Gemeinde, Gifte, Chemikalien, Batterien und Elektroschrott gehören deshalb immer in offizielle Sammelstellen und nie in den Kehricht.
  • Mit gezielter Abfallvermeidung wie weniger Food Waste, bewussten Einkäufen, Reparieren, Ausleihen und konsequenter Abfalltrennung reduzierst du deinen Haushaltsabfall spürbar.
  • Eine durchdachte Abfalltrennung im Haushalt mit zentralem Sammelort, Vorsortierung und passenden Behältern erleichtert dir den Alltag und erhöht die Recyclingquote.
  • Durch die richtige Entsorgung von Elektroschrott und Batterien über Handel oder offizielle Sammelstellen schonst du Ressourcen und verhinderst, dass Schadstoffe in Boden und Wasser gelangen.

Welche Abfälle können recycelt werden?

Zu den «Sammel-Hits» wie Glas, Papier und Karton, Aluminium oder Blech sind in den letzten Jahrzehnten insbesondere PET-Verpackungen, Batterien, Elektrogeräte, Kaffeekapseln, aber auch Textilien oder Schuhe hinzugekommen.

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Welche Abfälle können nicht recycelt werden?

Zu den nicht recyclingbaren Abfällen gehört vor allem Hauskehricht wie Kunststoffverpackungen, Haushaltpapier, Asche, Sperrgut (gross und klein) oder je nach Gemeinde Speiseabfälle.

Welche Abfälle gehören in die Grünabfuhr?

Die Gemeinden halten die Grünabfuhr-Regeln unterschiedlich. Die einen akzeptieren lediglich pflanzliche Abfälle oder solche aus rohem Gemüse, um diese anschliessend kompostieren zu können. Andere – wie zum Beispiel die Stadt Bern – erlauben in der Grünabfuhr generell auch Küchenabfälle, da diese anschliessend gehäckselt und zu Dünger verarbeitet oder in Biogas umgewandelt werden. Das gebietet dem «Food Waste» zwar keinen Einhalt, aber immerhin werden so Speiseabfälle noch weiterverwendet.

Elektroschrott und Batterien richtig entsorgen

Die hohe Recyclingquote in der Schweiz ist darauf zurückzuführen, dass Händlerinnen und Händler, Herstellerinnen und Hersteller sowie Importeurinnen und Importeure verpflichtet sind, ausgediente Geräte, die sie in ihrem Sortiment führen, kostenlos zurückzunehmen − auch wenn kein neues Gerät gekauft wird. Gleichzeitig verpflichten sich Konsumentinnen und Konsumenten mit dem Kauf eines Geräts, dieses am Ende seines Lebenszyklus zurückzugeben. Gegen eine Gebühr können die Geräte auch abgeholt werden. Die Entsorgung der Altgeräte über die Kehrichtabfuhr oder die Sperrgutsammlung ist verboten.

Elektroschrott in der Schweiz korrekt entsorgen

Wer ausgediente Elektrogeräte nicht im Handel zurückgeben will, kann dies bei Hunderten von Swico- und SENS-Sammelstellen tun. Auch verfügen viele Gemeinden über entsprechende Sammelstellen.

  • Über Swico können Geräte aus dem Wohn- und Bürobereich entsorgt werden, wie z. B.:
  • Telekommunikation: Smartphones, Smartwatches, Modems
  • Informatik: Bildschirme, Drucker, Notebooks, Tablets, Festplatten
  • Unterhaltungselektronik: TV-Geräte, Lautsprecher, Radios, HiFi-Anlagen
  • Foto: Fotokameras, Webcams
  • Zubehör: Kabel, Toner-/Tintenpatronen, CDs

Währenddessen konzentriert sich SENS eRecycling auf elektrische und elektronische Haushaltsgross- und Kleingeräte, Spielwaren sowie Leuchten und Leuchtmittel. Dazu gehören:

  • Kühlschränke, Klimaanlagen
  • Waschmaschinen, Trockner, Tumbler
  • Küchengeräte
  • Staubsauger
  • Rasenmäher
  • Bohrmaschinen
  • Gameboys
  • Modelleisenbahnen, Autorennbahnen
  • Spotlampen, Scheinwerfer, Neonröhren etc.

Batterien müssen dem Recycling zugeführt werden

Wie bei Elektrogeräten besteht in der Schweiz auch beim Kauf von Batterien und Akkus eine gesetzliche Pflicht zur Rückgabe an eine Verkaufsstelle oder eine Sammelstelle der Gemeinde. Vom Detailhandel über Fachgeschäfte bis zu Poststellen und Kiosken besteht ein Netz von über 11'000 Sammelstellen.

Dieses dichte Netz macht Sinn: Das Recycling von Batterien und Akkus hilft, die Umwelt zu entlasten und die Ressourcen zu schonen. Denn Batterien enthalten giftige Chemikalien wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Lithium, die, wenn sie in die Umwelt gelangen, Boden und Wasser verschmutzen können. Ausserdem enthalten viele Batterien wertvolle Materialien wie Nickel, Kobalt oder Aluminium, die durch Recycling bei der Herstellung neuer Batterien eingespart werden können.

Sonderabfälle richtig entsorgen

Sonderabfälle wie z. B. Gifte oder Chemikalien gehören in die Abfallsammelstelle deiner Gemeinde. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie fachgerecht entsorgt werden.

Abfalltrennung im Haushalt leicht gemacht: 4 Tipps 

Die Abfalltrennung im Haushalt möglichst einfach zu gestalten, macht Sinn. Diese vier Tipps zeigen, wie sich Abfälle mit wenig Aufwand richtig trennen lassen.

1. Abfall dort sammeln, wo er entsteht

Die meisten Abfälle fallen in der Küche an. Entsprechend sollten sie auch dort gesammelt werden.

  • Schaffe in der Küche Raum für die Abfalltrennung.
  • Liegt der Sammelort ausserhalb der Küche, sollte er möglichst nahe sein.
  • Beschränke dich auf einen zentralen Sammelort.

2. Abfälle vorsortieren

Was separat entsorgt wird, sollte von Beginn weg vorsortiert werden.

  • Ordnung ist auch beim Abfallsammeln wichtig.
  • Sammle Abfälle möglichst in den Behältern, in denen sie später entsorgt werden.
  • Abfalltrennsysteme unterstützen dich im Alltag.

3. Bedürfnisgerechte Abfalltrennsysteme

Abfalltrennsysteme sollten weder zu klein noch zu gross sein.

  • Überdimensionierte Behälter sind oft unpraktisch.
  • Zu kleine Behälter müssen ständig geleert werden.
  • Idealerweise füllen sich die einzelnen Behälter in ähnlichen Zeiträumen.

4. Abfälle möglichst bequem sammeln

Ergonomie ist auch bei der Mülltrennung wichtig.

  • Häufiges Bücken sollte vermieden werden.
  • Sammelstellen sollten auf angenehmer Arbeitshöhe liegen.
  • Moderne Systeme lassen sich teilweise mit dem Fuss bedienen.

In 5 Schritten zu weniger Abfall: So klappt’s

Abfälle entstehen überall im Haushalt. Hier erfährst du, was du dagegen tun kannst – von einfachen Massnahmen bis zu einschneidenden Veränderungen im Alltag.

1. Vermeide Food Waste

Statt in unseren Mägen landen Essensreste nur allzu oft im Kehrichtsack. So wird ein ganzer Drittel unserer Nahrungsmittel verschwendet. Dabei lässt sich die eigene Food-Waste-Bilanz mit einfach umsetzbaren Massnahmen aufbessern:

  • Erstelle einen wöchentlichen Menüplan.
  • Gehe immer mit einer Einkaufsliste einkaufen.
  • Lagere deine Nahrungsmittel korrekt.
  • Behalte das Verfallsdatum von Lebensmitteln im Auge.
  • Verwerte auch kleine Reste, indem du sie kreativ kombinierst.

2. Kaufe sorgfältig ein

  • Bringe deine eigenen Einkaufstaschen und -tüten mit.
    Verzichte auf Sonderangebote in XXL-Verpackungen, sofern sie nicht wirklich benötigt werden.
  • Trinke Leitungswasser und bevorzuge Getränke in Glasflaschen.
  • Viele Reinigungsmittel sind in Nachfüllpackungen erhältlich.
  • Unterstütze lokale Unverpackt-Läden, falls es in deiner Region entsprechende Angebote gibt.
  • Kaufe Dinge mit aufwendiger Verpackung möglichst nicht.

3. Repariere Kaputtes

  • Ob zerschlissene Hosen, ein abgewetztes Sofa, ein defektes Velo oder ein spukender Laptop: Vieles kann repariert werden.
  • Kleinere Sachen kannst du selbst flicken.
  • Repair Cafés unterstützen Menschen ohne handwerkliche Erfahrung.
  • Der Grundsatz «Wer billig kauft, kauft zweimal» hilft auch dabei, Abfall zu vermeiden.

4. Gehe in die Ausleihe

Abfall reduzierst du, indem du möglichst wenige Dinge erwirbst. Bevor du neue Gegenstände kaufst, lohnt sich oft das Ausleihen über Bibliotheken, Nachbarschaft, Freundinnen und Freunde oder Familienmitglieder.

5. Unterwegs

Wenn du wandern gehst oder einen Waldspaziergang machst, nimm einen Behälter mit und sammle unterwegs herumliegenden Abfall ein. Damit setzt du ein positives Zeichen.

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So reduzierst du Plastik im Haushalt

Das Plastikmüllproblem kann nur gemeinsam gelöst werden – und das beginnt bei uns selbst.

Kaufe Produkte ohne Plastik

  • Verzichte möglichst auf unnötige Verpackungen.
  • Bevorzuge Karton statt Plastik bei Take-away-Verpackungen.
  • Nutze Mehrwegbeutel für Gemüse und Früchte.
  • Nimm Stoffbeutel auf den Markt oder zum Hofladen mit.
  • Kaufe möglichst unverpackte Produkte.

Ersetze Küchenhilfen aus Plastik

  • Verwende Wachspapier statt Frischhaltefolie.
  • Nutze Schneidebretter aus Holz.
  • Wähle Spülbürsten aus Holz.
  • Verwende Strohhalme aus Glas, Edelstahl oder Papier.
  • Setze auf feste Küchenseife.

Reduziere Plastik im Bad

  • Nutze feste Seifen und Shampoos.
  • Kaufe Bürsten, Kämme und Wattestäbchen aus Holz.
  • Verwende Zahnbürsten aus Holz oder Bambus.
  • Nutze wiederverwendbare Baumwoll-Pads.
  • Achte auf plastikfrei verpacktes Toilettenpapier.

Putzen und waschen ohne Plastik

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann Reinigungs- und Waschmittel selbst herstellen oder auf Nachfüllsysteme setzen.

5 Tipps zur Reduzierung von Plastikabfällen

  1. Verzichte möglichst auf neue Produkte aus Plastik.
  2. Nutze vorhandene Plastikprodukte so lange wie möglich.
  3. Berücksichtige auch andere ökologische Aspekte wie Food Waste.
  4. Verwende Plastiksäcke mehrfach.
  5. Vermeide schadstoffbelastete Kunststoffe wie PVC, PC oder BPA.
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