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Deckenlampe versetzen: Anleitung & Tipps

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Mann versetzt eine Deckenlampe und montiert eine Leuchte an einer neuen Position.

Die Zuleitung für die Deckenbeleuchtung ist meist mitten im Raum – doch nicht immer passt das zum Wohnkonzept. Wer seine Leuchte lieber direkt über dem Esstisch oder der Leseecke montieren möchte, muss sie versetzen. Das klingt komplizierter, als es ist. Mit etwas handwerklichem Geschick, dem richtigen Werkzeug und einem sicheren Umgang mit Strom lässt sich das Projekt gut selbst umsetzen. Wir zeigen dir, worauf du achten musst – von der Planung bis zur letzten Schraube.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Versetzen einer Deckenlampe ist in vielen Fällen selbst möglich, vorausgesetzt du arbeitest sorgfältig und hältst die gesetzlichen Vorgaben sowie die Sicherheitsregeln im Umgang mit Strom konsequent ein.
  • Die Schweizer NIV-Vorschriften regeln genau, welche Elektroarbeiten Privatpersonen selbst durchführen dürfen. Je nach Absicherung des Stromkreises kann zusätzlich eine Kontrolle durch eine Fachperson erforderlich sein.
  • Vor Beginn solltest du die Stromversorgung unterbrechen, die Spannungsfreiheit prüfen und nur mit geeignetem, isoliertem Werkzeug arbeiten. Sicherheit hat bei Elektroinstallationen immer oberste Priorität.
  • Für das Projekt benötigst du neben der neuen Leuchte ein passendes Verlängerungskabel, Klemmen, Befestigungsmaterial sowie Werkzeug zum Bohren, Messen und Anschliessen. Eine gute Vorbereitung erleichtert die Arbeit erheblich.
  • Wer keine neue Leitung verlegen möchte, kann eine Affenschaukel für Pendelleuchten nutzen. Damit lässt sich die Leuchte flexibel an einer neuen Position aufhängen, ohne die bestehende Zuleitung zu verändern.

Sicherheit zuerst: Was du wissen musst

Wer handwerklich geschickt ist, kann eine Deckenlampe versetzen. Doch bei aller Begeisterung für Heimwerkerprojekte gilt: Strom ist lebensgefährlich. In Schweizer Haushalten liegt die Spannung bei 230 Volt – genug, um schwere Gesundheitsschäden oder sogar tödliche Unfälle zu verursachen. Zudem kann unsachgemässe Arbeit zu Bränden führen. Deshalb gibt es in der Schweiz genaue Vorschriften für Elektroinstallationen. Die Niederspannungs-Installationsverordnung NIV vom 7. November 2001 regelt, welche Arbeiten Privatpersonen selbst durchführen dürfen – und unter welchen Bedingungen. Im Zweifel gilt: Lieber eine Fachperson beiziehen.

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Was du selbst machen darfst – ohne Kontrolle

Du darfst als Privatperson selbst Elektroinstallationen ausführen, ohne dass eine Fachperson dies kontrollieren muss. Beispiele für erlaubte Arbeiten sind das Montieren und Demontieren einer Deckenleuchte oder eines zugehörigen Schalters. Allerdings müssen dafür folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Arbeiten erfolgen in selbstbewohnten Wohnräumen oder Nebenräumen
  • Die Nennspannung beträgt maximal 230 Volt
  • Es handelt sich um einen einphasigen Lampen- und Steckdosen-Stromkreis
  • Der Stromkreis ist mit einem Verbraucher-Überstromunterbrecher abgesichert (einer Sicherung oder einem Leitungsschutzschalter ohne Fehlerstromschutzschalter/FI-Schutzschalter)
  • Du arbeitest nur an Leuchten oder zugehörigen Schaltern

Was du selbst machen darfst – mit anschliessender Kontrolle

Wenn der Stromkreis mit einem Verbraucher-Überstromunterbrecher und zusätzlich einem Fehlerstromschutzschalter/FI-Schutzschalter mit einem Nennauslösestrom von maximal 30 Milliampère abgesichert ist, darfst du ebenfalls selbst Hand anlegen. Erlaubte Arbeiten sind Installationen an einphasigen Lampen- und Steckdosen-Stromkreisen. Bedingung ist allerdings, dass die Arbeit danach von einer Fachperson kontrolliert wird (z. B. einer Elektroinstallateurin oder einem Elektro-Kontrolleur), welche die Installation dem Elektrizitätswerk meldet. Die Kosten für Kontrolle und Meldung trägst du selbst.

Was Heimwerker nicht selbst machen dürfen: Unabhängig vom technischen Wissen und handwerklichen Können dürfen folgende Arbeiten ausschliesslich von Fachpersonen durchgeführt werden: Installationen in Nassräumen (z. B. Badezimmer), Installationen im Aussenbereich oder in Garagen sowie Installationen auf Bauernhöfen. In diesen Bereichen gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen, weshalb Eigenarbeiten gesetzlich untersagt sind.

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Grundregeln für den sicheren Umgang mit Strom

Wenn du eine Deckenlampe versetzen möchtest, halte dich unbedingt an folgende Sicherheitsregeln:

  • Nie an spannungsführenden Leitungen arbeiten. Zieh bei elektrischen Geräten immer den Stecker. Bei festen Installationen wie Lampen oder Schaltern muss die Sicherung für den entsprechenden Stromkreis ausgeschaltet werden. Sichere sie gegen Wiedereinschalten – zum Beispiel, indem du die Schraubsicherung mit an den Arbeitsort nimmst.
  • Immer Spannungsfreiheit messen. Auch wenn die Sicherung draussen ist, unbedingt prüfen, ob tatsächlich kein Strom mehr fliesst. Am zuverlässigsten funktioniert das mit einem Duspol oder einem Multimeter. Ein einfacher Phasenprüfer reicht nicht, er kann falsche Ergebnisse anzeigen.
  • Nur mit geeignetem Werkzeug arbeiten. Verwende ausschliesslich isoliertes Werkzeug. Damit bist du auch dann geschützt, wenn unerwartet doch Spannung anliegt.
    Im Schadensfall haftest du. Wenn durch deine Arbeit ein Unfall passiert, bist du dafür verantwortlich. Auch die Versicherung kann ihre Leistung verweigern, wenn unsachgemäss gearbeitet wurde.
  • Besondere Vorsicht in Feuchträumen und im Aussenbereich. Hier gelten spezielle Vorschriften. Installationen in Badezimmern, Kellern, draussen oder auf Bauernhöfen gehören in die Hände von Fachpersonen.

Vorbereitung: Material und Werkzeug

Bevor du damit beginnst, die Deckenlampe zu versetzen, lohnt sich eine gründliche Vorbereitung. So vermeidest du unnötige Unterbrüche und behältst den Überblick über den aktuellen Stand deines DIY-Projekts. Plane genügend Zeit ein: Eine Deckenlampe versetzen dauert rund zwei Stunden. Beschaffe dir vorab alles, was du für diese Arbeit brauchst und nicht daheim vorrätig hast.

Das brauchst du an Material

  • Deckenleuchte nach Wahl
  • Verlängerungskabel: Miss zuerst aus, wie weit die neue Leuchte vom bisherigen Stromanschluss entfernt hängen soll. Besorge dir im Fachhandel das passende Verlängerungskabel (zwei- oder dreiadrig ummanteltes Kupferkabel mit einem Durchmesser von mind. 1,5 mm², keine weichen Litzen)
  • Leuchtklemmen oder Steck-/Dosenklemmen. Letztere sind bei starren Kupferkabeln oft am einfachsten zu handhaben.
  • Kabelkanal, U-Profile oder Briden zur Kabelbefestigung
  • Abdeckkappe für die alte Anschlussstelle
  • Befestigungshaken oder Befestigungsbrücke für die neue Leuchte

Das brauchst du an Werkzeug

  • Kleiner Schraubenzieher
  • Schlagbohrmaschine mit Steinbohrer, Schrauben und Dübel
  • Hammer
  • Klebematerial für den Kabelkanal bzw. Schrauben für das U-Profil bzw. Nägel für die Briden
  • Messband
  • Phasenprüfer (Schraubenzieher mit Leuchtdiode)
  • Abisolierzange

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Versetzen einer Deckenleuchte

1. Vorarbeiten

Bevor du dich an eine Elektroinstallation heranwagst und etwas anfasst, schalte die Sicherung für den entsprechenden Stromkreis aus. Prüfe mit einem Phasenprüfer, ob die Kabel wirklich stromfrei sind.

2. Kabelfarben richtig zuordnen

Bei neueren Installationen ist das blaue Kabel der Null-Leiter (N). Diesen schliesst du später bei der Leuchte bei N an. Alle anderen Farben stehen für den Leiter (L), diese schliesst du später bei L an. Falls ein gelb-grün gestreiftes Kabel vorhanden ist, handelt es sich um die Erdung. Dieses Kabel schliesst du später bei der Leuchte beim Zeichen für Erdung an (drei kürzer werdende waagrechte und eine senkrechte Linie). Bei älteren Installationen ist das gelbe Kabel der Null-Leiter (N), alle anderen Farben sind Leiter (L). Eine Erdung ist hier in der Regel nicht vorhanden. In diesem Fall wird ein allfälliger Anschluss für die Erdung an der Leuchte nicht angeschlossen. Wir empfehlen dir jedoch, das fehlende Erdungskabel durch eine Fachperson installieren zu lassen, um die maximale Sicherheit zu gewährleisten. Tipp: Wenn sowohl zwei Null-Leiter- als auch zwei Leiterkabel vorhanden sind, sollten diese jeweils am gleichen Anschluss oder – wenn vorgesehen – bei den beiden parallel nebeneinander liegenden Anschlüssen angeschlossen werden.

3. Kabel anschliessen

Löse die Schrauben der Klemme so weit, bis die Leitung hineinpasst, und schraube sie wieder zu. Schliesse nun die Enden der Kabelverlängerung auf der anderen Seite der Leuchtklemme an. Bei den Leuchtklemmen darf kein blankes Kabel mehr sichtbar sein, d. h. nur so viel abisolieren, dass ein sicherer Halt gewährleistet ist, aber kein blankes Kabel mehr aus der Klammer ragt.

4. Kabel verlegen

Führe das Verlängerungskabel zur gewünschten neuen Position. Das Kabel muss stets sauber und sicher befestigt werden, z. B. mit einem Kabelkanal zum Ankleben, einem U-Profil zum Anschrauben oder Briden, die im Abstand von ca. 30 cm festgenagelt werden.

5. Neue Leuchte montieren

Die neue Leuchte muss fest an der Decke verankert sein. Meist geschieht das mit einem Befestigungshaken oder einer Befestigungsbrücke. Beachte dazu die Montageanleitung für deine Leuchte. Bohre mit einer Schlagbohrmaschine und setze passende Dübel und Schrauben ein. Achte darauf, dass an der Bohrstelle keine elektrischen Leitungen verlaufen. Sicherheitstipp: Verwende idealerweise ein Leitungssuchgerät. Wenn keines vorhanden ist, schätze vorsichtig ab. In Decken verläuft in der Regel nur die Leitung zum Lichtanschluss – meist auf direktem Weg vom Schalter. Eine 100%ige Sicherheit dafür gibt es allerdings nicht.

6. Leuchte anschliessen und Strom einschalten

Schliesse nun die neue Leuchte an die Enden des verlegten Verlängerungskabels an – wiederum mithilfe von Klemmen. Die ursprüngliche Anschlussstelle in der Mitte des Raumes deckst du mit einer passenden Abdeckkappe ab. Jetzt kannst du die Sicherung wieder einschalten und testen, ob die Leuchte funktioniert.

7. Dimmer? Nur vom Profi

Wenn du zusätzlich einen Lichtregler (Dimmer) einbauen möchtest, musst du eine Elektrofachperson beiziehen. In der Schweiz ist die Eigenmontage von Dimmern nicht erlaubt.
Profitipp: Kontrolliere vor jeder Arbeit mit einem Phasenprüfer, ob ein Kabel tatsächlich spannungsfrei ist.

Tipp: Die einfache Alternative – Affenschaukel für Pendelleuchten

Du möchtest deine Pendelleuchte an eine neue Position bringen, aber keine neue Zuleitung verlegen? Dann ist eine Affenschaukel die einfache Lösung: Mit dieser flexiblen Aufhängung lässt sich das Kabel der Leuchte leicht zur gewünschten Stelle führen. Ein Baldachin (auch Deckenrosette genannt) deckt den ursprünglichen Stromanschluss ab. Diese Lösung ist ideal für Mietwohnungen.

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