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Elektrosmog in der Wohnung: Schutz und Fakten

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Person nutzt ein Smartphone in der Wohnung und informiert sich über Elektrosmog und Strahlung.

Elektromagnetische Felder sind heute allgegenwärtig – etwa durch WLAN, Bluetooth oder Stromleitungen in unseren Wänden. Für die meisten Menschen sind diese Strahlen kaum wahrnehmbar, doch einige reagieren empfindlich auf die Belastung. Auch ohne direkte Beschwerden ist es sinnvoll, die Strahlenbelastung im eigenen Zuhause zu reduzieren – insbesondere mit Blick auf den Schutz vor Elektrosmog.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elektrosmog entsteht durch elektrische Geräte, Stromleitungen und Funkverbindungen wie WLAN oder Bluetooth, eine gesundheitliche Wirkung ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, dennoch lohnt sich eine möglichst geringe Belastung, besonders in Schlaf und Kinderzimmern.
  • Mit einfachen Massnahmen wie Geräte komplett ausschalten, Abstand zu stromführenden Quellen halten und Funkverbindungen gezielt deaktivieren, lässt sich der Schutz vor Elektrosmog im Alltag deutlich verbessern.
  • Auch beim Handy kannst du die Handystrahlung reduzieren, indem du den Flugmodus nutzt, seltener telefonierst, kabelgebundene Headsets verwendest und auf einen tiefen SAR Wert achtest.
  • Wer baut oder saniert, kann mit durchdachter Planung wie Netzfreischaltern und geeigneter Raumaufteilung die Strahlenbelastung langfristig senken.
  • Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten kann eine baubiologische Beratung helfen, die Elektrosmog-Belastung professionell zu messen und individuelle Lösungen zu finden.

Was ist Elektrosmog – und wo entsteht er?

Der Begriff Elektrosmog bezeichnet künstlich erzeugte elektromagnetische Felder. Diese entstehen überall dort, wo Strom fliesst oder Funkwellen übertragen werden – etwa durch Haushaltsgeräte, WLAN-Router, Mobiltelefone, Funksteckdosen oder Stromleitungen in Wänden. Man unterscheidet zwischen niederfrequenten Feldern, die bei der Stromübertragung und -Nutzung entstehen, und hochfrequenten Feldern, etwa durch Handystrahlung, WLAN oder Bluetooth.

Ob Elektrosmog gesundheitsschädlich ist, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Informationen zum aktuellen Forschungsstand und zu Vorsorgemassnahmen stellt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bereit. Wissenschaftlich belegt ist eine gesundheitsschädliche Wirkung im Alltag bislang nicht. Klar ist jedoch: Eine möglichst geringe Belastung durch elektromagnetische Felder kann nicht schaden – besonders in empfindlichen Bereichen wie Schlaf- und Kinderzimmern. Ein guter Elektrosmog-Schutz kann bereits mit kleinen Änderungen beginnen.

5 Tipps für den Alltag – so lässt sich Elektrosmog reduzieren

  1. Geräte ganz ausschalten statt Standby: Trennen du Fernseher, Ladegeräte, Router und andere elektronische Geräte bei Nichtgebrauch vom Stromnetz. Steckerleisten mit Kippschalter helfen, konsequent abzuschalten.
  2. Abstand halten – besonders im Schlaf- und Kinderzimmer: Platziere keine stromführenden Geräte in Bettnähe – auch keine Ladegeräte, Funkwecker oder Netzteile. Je grösser der Abstand zu Kabeln, Steckdosenleisten oder Routern, desto geringer die Belastung. Elektrosmog im Bett abschirmen heisst auch: Babyphones mindestens zwei Meter vom Kinderbett entfernt platzieren und Modelle mit VOX-Funktion verwenden. Auch Smartwatches und Bluetooth-Kopfhörer sollten nachts abgeschaltet bzw. abgelegt werden.
  3. WLAN und Bluetooth nur bei Bedarf nutzen: Deaktiviere drahtlose Verbindungen, wenn sie nicht benötigt werden – vor allem nachts. Verzichte auf WLAN-Verstärker (Repeater), denn diese erhöhen den Elektrosmog.
  4. Smart-Home-Geräte gezielt einsetzen: Sprachassistenten, Funklampen oder vernetzte Lautsprecher erhöhen die elektromagnetische Belastung. Nutze smarte Technik gezielt und vermeide den Einsatz in Ruhebereichen. Auch das gehört zum Schutz vor Strahlung in der Wohnung.
  5. Abschirmmaterialien nicht überschätzen: Spezielle Wandfarben, Textilien oder Folien zur Abschirmung von Elektrosmog versprechen viel, helfen aber meist wenig. Der wirkungsvollste Schutz vor Elektrosmog bleibt: Abstand halten und Funkverbindungen vermeiden – besonders rund ums Bett.

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Weniger Handy- und Telefon-Strahlung: 6 einfache Massnahmen

  1. Nur bei Bedarf einschalten: Schalte dein Handy aus oder aktiviere den Flugmodus, wenn du es gerade nicht brauchst – etwa nachts oder bei längeren Pausen. So reduzierst du Strahlung durch das Handy auch im Ruhezustand.
  2. Weniger telefonieren – lieber schreiben: Sende lieber eine Nachricht statt zu telefonieren. Wenn du doch telefonierst, halte das Gespräch kurz und verwende eine Freisprecheinrichtung oder ein kabelgebundenes Headset – das reduziert die Handy-Strahlung am Kopf.
  3. Handy nicht direkt am Körper tragen: Vermeide es, das Gerät in der Hosentasche oder am Körper zu tragen. In einer Tasche oder auf dem Tisch ist die Strahlung vom Handy deutlich geringer.
  4. WLAN statt mobiles Netz nutzen: Zuhause ist WLAN in der Regel weniger strahlungsintensiv als das mobile Netz. Nutze WLAN bevorzugt.
  5. Funkverbindungen gezielt deaktivieren: Wenn du WLAN und Bluetooth nicht brauchst, schalte sie auf deinem Handy aus. Bei schlechtem Empfang sendet das Gerät mit mehr Leistung – das erhöht die Belastung durch Elektrosmog und Handystrahlung deutlich.
  6. Auf strahlungsarme Geräte achten: Beim Kauf eines neuen Geräts hilft ein Blick auf den SAR-Wert: Je tiefer, desto geringer die Belastung. Auch bei DECT-Telefonen gibt es Varianten mit Eco-Modus oder strahlungsarmer Standby-Funktion – das reduziert die Elektrosmog-Abschirmung im Alltag.

Weniger Elektrosmog durch kluge Planung und Einrichtung

  • Bei Neubauten und Sanierungen: Wer neu baut oder umfassend saniert, kann bereits in der Planungsphase auf eine möglichst geringe Strahlenbelastung achten. Dazu gehören gut konzipierte Erdungssysteme und Netzfreischalter, die nachts automatisch Stromkreise unterbrechen. Damit befreien sie Räume von elektrischen Feldern. Sie werden beim Sicherungskasten montiert und schalten den Stromkreis ab, sobald kein Gerät mehr Strom benötigt. Wird wieder ein Gerät eingeschaltet – etwa die Deckenlampe –, fliesst automatisch wieder Strom.
  • In bestehenden Wohnungen: Auch ohne grosse Umbauten lässt sich die Belastung durch Elektrosmog spürbar senken. Unkompliziert geht es mit der Möblierung: Betten sollten nicht direkt an Steigleitungen oder Hausanschlüsse angrenzen. Wer also gezielt den Elektrosmog am Bett abschirmen will, beginnt mit solch kleinen Umstellungen. Eine weitere Möglichkeit zum Schutz vor Elektrosmog bieten Netzfreischalter. Sie können allerdings nur dann eingesetzt werden, wenn sich Geräte im Dauerbetrieb – wie der Kühlschrank – nicht auf demselben Stromkreis befinden.
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Wann eine baubiologische Beratung sinnvoll ist

Während die meisten Menschen keine Beschwerden durch Elektrosmog verspüren, berichten einige über Symptome wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme. Wer sich besonders sensibel fühlt, kann von einer professionellen baubiologischen Beratung profitieren. Fachpersonen messen die Strahlungsbelastung im Wohnbereich und schlagen geeignete Massnahmen vor. Dazu zählen – je nach Befund – Netzfreischalter, Elektrosmog-Abschirmung im Schlafzimmer oder spezielle bauliche Lösungen gegen externe Strahlungsquellen wie Mobilfunkmasten. Wichtig ist, dass solche Eingriffe immer individuell auf die Wohnsituation abgestimmt und professionell begleitet werden.

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