Welche Solarfassaden gibt es?
Ganz allgemein werden Solarfassaden in zwei Kategorien unterteilt:
1. Solarstromfassaden bzw. Solarfassaden mit Photovoltaik-Modulen
Grundsätzlich produzierst du mit einer Solarstromfassade nachhaltigen Strom für dein Eigenheim. Der Vorteil an ihnen ist, dass je nach verwendeter Art der Solarmodule eine grössere Flexibilität beim Design möglich ist. Die teilweise sehr dünnen, farbigen Solarmodule werten das Eigenheim nicht nur energetisch auf, sondern sorgen auch für optische Highlights.
Entscheidest du dich für eine Solarstromfassade, hast du ausserdem die Wahl zwischen diversen Solarmodul-Arten. Diese sind wichtig, weil der Energieertrag einer Solaranlage grundsätzlich von ihnen abhängt.
Gut zu wissen: Um den bestmöglichen Ertrag aus deiner Solarfassade zu erzielen, ist keine exakte Südausrichtung erforderlich. Tatsächlich können bei einer Abweichung von 30 Grad nach Osten oder Westen aufgrund des tieferen Sonnenstandes am Morgen und Abend sogar höhere Erträge erzielt werden als bei einer reinen Südausrichtung.
2. Solarwärmefassaden bzw. Solarfassaden mit Solarthermie-Kollektoren
Solarwärmefassaden unterscheiden sich von Solarfassaden darin, dass hier Sonnenkollektoren zum Einsatz kommen. Während Solarmodule das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandeln, wandeln es Solarkollektoren in Wärme um. Solarwärmefassaden haben einen grösseren Platzbedarf als Solarstromfassaden und sind dadurch weniger flexibel in der Anwendung.
Solarwärmefassaden werden zur Wärmegewinnung eingesetzt. Dabei können sie für Warmwasser verwendet werden sowie die bereits bestehende Heizung unterstützen.
Tipp: Da Solarfassaden das Landschaftsbild verändern und reflektieren können, sind sie mancherorts bewilligungspflichtig. Wende dich an deinen Kanton oder deine Gemeinde, bevor du mit dem Bauvorhaben beginnst und spreche im Vorhinein mit deinen Nachabrinnen und Nachbarn.