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Gartenarbeiten im Oktober: Das ist jetzt zu tun

ca. 3 Leseminuten
Puffbohnen
Puffbohnen (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Puffbohnen aussäen: Die robusten Bohnen können bereits im Spätherbst ausgesät werden und kommen gut mit nasskalten Wintern zurecht.
  • Beerensträucher pflegen: Ältere Stachelbeersträucher mit Flechten lassen sich im Winter verjüngen. Bei wiederkehrenden Problemen mit verdorrenden Johannisbeeren kann ein Sortenwechsel sinnvoll sein.
  • Ziergarten gestalten: Die Chinesische Bleiwurz sorgt mit purpurrot-orangem Herbstlaub und blauen Blüten für Farbe und eignet sich besonders für sonnige, trockene Standorte.
  • Auf Berufkraut achten: Während einige Berufkraut-Arten invasiv sind, gelten bestimmte Hybriden als nicht invasiv und bieten Bienen Nahrung.

Gemüsegarten im Oktober

Puffbohnen: Ein fast vergessenes Gemüse neu entdecken

Ein fast in Vergessenheit geratenes Gemüse sind die Dicken Bohnen (Vicia faba), auch Puffbohnen genannt. Bei ihnen werden, im Gegensatz zur bekannten Gartenbohne (Phaseolus vulgaris), nicht die grünen Hülsen verzehrt, sondern man öffnet die dicken, wie gepolstert wirkenden Schoten und geniesst die Kerne, und zwar gekocht in noch jungem Stadium. Eine Delikatesse! Das wusste auch die mittelalterliche Landbevölkerung. Erst als die «neuen» Bohnensorten vom amerikanischen Kontinent ihren Siegeszug durch Europa antraten, wurde die Dicke Bohne zum Armeleuteessen, zur «Saubohne» degradiert.

Puffbohnen sind perfekt an unsere nasskalten Winter angepasst. Für das Folgejahr können sie bereits im Spätherbst oder früh im Winter ausgesät werden. Die Samen werden in 10 cm Abstand in 1 cm Tiefe gelegt, der Reihenabstand beträgt ca. 50 cm. Das Saatgut wird mit Erde bedeckt und mit einer dünnen Mulchschicht aus Heu oder Laub geschützt. Ein Vorteil dieser frühen Saat ist, dass die Bohnen dann auskeimen, wenn die Temperatur und der Feuchtigkeitsgrad des Bodens für sie ideal sind.

Gemüsetabelle

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Gemüsetabelle

Unsere praktische Gemüsetabelle (PDF) gibt eine Übersicht über Standort, Aussaat, Pflege und Kombination der bekanntesten Gemüsesorten.

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Obstgarten im Oktober

Gartenfrage: Was tun bei Flechten an Stachelbeersträuchern?

Frage: In meinem Beerengarten sind die Stachelbeersträucher voller Flechten. Eine meiner Pflanzen ist deshalb bereits abgestorben. Zwar haben die Stachelbeeren ein gewisses Alter, waren jedoch bisher noch immer ertragreich. Zudem habe ich eine Weisse Johannisbeere, die dieses Jahr ganz komische Beeren hatte, die noch vor der Ausreife am Strauch verdorrt sind. Wie kann ich meine Beeren retten?

Antwort Schweizer Garten: Was genau den Flechtenbefall verursacht, ist schwer zu sagen. Ich würde dir jedoch empfehlen, die Beerenpflanzen diesen Winter stark zu verjüngen und im Frühjahr zu düngen. Wenn der Austrieb danach kräftig erfolgt und es trotzdem zu einem Flechtenbefall kommt, könntest du eine Behandlung mit Kupfer ins Auge fassen oder eine neue Pflanzung an einem sonnigeren Standort vornehmen.

Bei Johannisbeeren kann es je nach Sorte vorkommen, dass die Früchte kurz vor der Ernte verdorren. Diese Pilzkrankheit lässt sich leider nicht bekämpfen, sodass dir bei Wiederauftreten der Krankheit im kommenden Jahr nur das Ausweichen auf eine andere Sorte übrig bleibt. Bei den rotfruchtigen Exemplaren sind die anfälligen Sorten bekannt, bei den weissfruchtigen leider nicht.

Vogel in einem Beerenstrauch
Spatz (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Ziergarten im Oktober

Liebling des Monats: Bleiwurz 

Die aus dem Himalaya stammende Chinesische Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides) ist eine Alleskönnerin. Als äusserst trockenheitsverträglicher Bodendecker kommt sie auch mit «schwierigen» Standorten vor Wänden und Trockenmauern, in Steinfugen und sogar in der Nähe von Koniferen klar. Mit der Zeit bildet sie sattgrüne Teppiche.

Im Herbst läuft sie zu Hochtouren auf, denn jetzt verfärbt sich ihr Laub spektakulär purpurrot-orange – ein wundervoller Kontrast zu den enzianblauen Blüten. Für ein gutes Gedeihen braucht die Bleiwurz durchlässige, eher nährstoffarme, kalkhaltige Böden und viel Sonnenschein. Gepflanzt wird im Frühjahr; in den ersten Jahren ist etwas Winterschutz zu empfehlen. Neben der ausläufertreibenden Art gibt es mit der Burma-Bleiwurz (C. griffithii) auch einen kniehohen Halbstrauch, der sich zum Ende der Gartensaison ähnlich spektakulär verfärbt.

Bleiwurz im Garten
Bleiwurz (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Urban Gardening im Oktober

Wissenswertes zum Berufkraut

Das Einjährige wie auch das Kanadische Berufkraut sind als invasive oder potenziell invasive Neophyten ein Problem für unsere heimische Flora. Doch es gibt auch heimische Berufkräuter. Am weitesten verbreitet ist das Scharfe Berufkraut (Erigeron acris). Die Feinstrahlaster (E. × cultorum ‘Sommerneuschnee’) zählt zu den Hybriden, die der Speciosus-Gruppe zugeordnet werden. Ihre Vorfahren stammen vom nordamerikanischen Kontinent. Die alten Sorten von Erigeron speciosus sind steril und werden über Stecklinge vermehrt. Alle Sorten gelten als nicht invasiv, sind gute Bienenweiden und haben daher einen Platz in naturnahen Gärten durchaus verdient.

Berufkraut
Berufkraut (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

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