Wenn die Mauer blühen soll: Stützmauern mit Pflanzringen
Pflanzringe sind eine äusserst vielgestaltige Möglichkeit, um einen Hang mit einer Stützmauer zu befestigen oder dem Garten eine besondere Form zu verleihen. Sie werden abgetreppt angeordnet, das Innere der Ringe lässt sich dann bepflanzen. Nicht selten verschwinden diese Bauelemente nach einiger Zeit fast ganz hinter der Vegetation.
Pflanzringe – auch Pflanzsteine genannt – gibt es rund, eckig und in geschwungenen Formen. Angeboten werden sie in vielfältigen Erdtönen, wie zum Beispiel braun, rötlich oder grau. Alle Ausführungen verfügen aber über gleiche Eigenschaften: Sie bestehen aus porösem Leichtbeton, lassen sich aufeinander oder versetzt aufschichten und sind am Boden wasserdurchlässig. Das Setzen der Pflanzsteine kann man auch selbständig in Angriff nehmen und seinen kreativen Ideen freien Lauf lassen. Hat die Mauer eine Neigung zwischen 50 und 70 Grad, so empfehlen sich Pflanzringe in Doppelreihen. Auf diese Weise wird die Last besser und stabiler verteilt. Es lohnt sich, zuoberst in den Pflanzringen eine Schicht Zierkies oder Lavamulch einzubringen. Diese Schutzschicht hält den Pflanzboden feucht und verhindert gleichzeitig, dass das Mauerwerk bei Starkregen verschmutzt wird.
Eine Höhenbeschränkung für Pflanzsteine ist nicht bekannt. Allerdings sollte man auch hier die Grenzhöhe in Erfahrung bringen, ab der bei Stützmauern Bewilligungspflichten bestehen könnten. Es gibt bei den Pflanzsteinen einen Bezug zwischen der Höhe und der Neigung der Stützmauer: Je höher die Hangbefestigung sein soll, desto grösser muss die Wandneigung sein. Bei einer Böschungsneigung von 60° sollte die Wand gemäss Fachkundigen nicht höher als 3 Meter sein, bei 70° Böschungsneigung beträgt die Maximalhöhe 1,75 Meter.