Welche Dämmstoffe eignen sich für eine Kerndämmung?
Bei der Auswahl der Dämmstoffe für eine Kerndämmung hast du grundsätzlich viele Freiheiten. Je nachdem, welches Verfahren du anwendest, eignen sich unterschiedliche Materialien.
Kerndämmung im Neubau
Für eine Kerndämmung im Neubau werden die Dämmmaterialien an den Innenwänden befestigt, bevor die äussere Schale des Mauerwerks hochgezogen wird. Für diesen Zweck eignen sich feste Dämmstoffplatten, etwa Hartschaumplatten aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Steinwolle-Matten.
Kerndämmung im Altbau
Eine nachträgliche Kerndämmung in einem bestehenden Haus wird in der Regel durch eine Einblasdämmung umgesetzt. Hierbei bohren Fachleute kleine Löcher in die Wände, durch die sie den Dämmstoff, beispielsweise Zelluloseflocken oder ein synthetisches Granulat, in die Hohlräume einlassen. Die Arbeiten für eine nachträgliche Kerndämmung sind in der Regel in ein bis zwei Tagen erledigt. Entsprechend verursachen sie tiefe Kosten und wenig Staub und Schmutz.
Nachträglicher Einbau von Türen und Fenstern
Nach einer Kerndämmung können neue Fenster und Türen grundsätzlich problemlos eingebaut werden. Im Falle einer Einblasdämmung kann das Material allerdings aus dem Zwischenraum rieseln, sofern es zuvor nicht verfestigt wurde. Diesen Schwund musst du anschliessend wieder auffüllen lassen.
Tipp: Führe eine Fenstersanierung oder neue Wanddurchbrüche vor einer nachträglichen Kerndämmung durch. So vermeidest du allfällige Probleme mit den Dämmmaterialien bereits im Voraus.