myky

Kerndämmung: Mauerwerk effizient und kostengünstig dämmen

ca. 4 Leseminuten
Kerndämmung eines zweischaligen Mauerwerks mit Dämmstoff zwischen Innen- und Aussenwand

In wenigen Tagen umgesetzt, kostengünstig und effektiv: Mit einer Kerndämmung lässt sich die Energieeffizienz von Neu- und Altbauten mit geringem Aufwand verbessern. Was es bei einer Kerndämmung zu beachten gilt und welche Materialien sich am besten eignen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Kerndämmung werden bestehende Hohlräume in der Gebäudehülle mit Dämmstoff gefüllt. Dadurch lässt sich die Energieeffizienz von Neu und Altbauten mit vergleichsweise geringem Aufwand deutlich verbessern.
  • Voraussetzung für eine Hohlraumdämmung sind ausreichend breite Hohlräume, beispielsweise in zweischaligen Mauerwerken oder Dachschrägen. Vor allem bei Altbauten sollte deren Eignung vorab geprüft werden.
  • Die Wahl des Dämmstoffs hängt von der Bauweise und dem Verfahren ab. Während im Neubau häufig Dämmplatten eingesetzt werden, kommen bei einer nachträglichen Dämmung meist Einblasmaterialien wie Zelluloseflocken oder Granulate zum Einsatz.
  • Eine nachträgliche Einblasdämmung lässt sich oft innerhalb von ein bis zwei Tagen umsetzen. Die Arbeiten verursachen wenig Schmutz und sind im Vergleich zu anderen Dämmmethoden kostengünstig.
  • Die Amortisation einer Kerndämmung erfolgt häufig bereits nach wenigen Jahren. Dank tiefer Investitionskosten und möglicher Förderbeiträge zählt sie zu den kosteneffizientesten Massnahmen für die energetische Sanierung eines Gebäudes.

Eine Kerndämmung ist eine effiziente Art, einen Neubau oder ein bestehendes Haus im Rahmen einer energetischen Sanierung zu isolieren. Voraussetzung sind ausreichend breite Hohlräume in der Gebäudehülle, in die der Dämmstoff eingebaut wird.

Solche Hohlräume gibt es beispielsweise in Dachschrägen oder bei zweischaligen Mauerwerken, die aus einer Innen- und einer Aussenwand bestehen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, lässt sich eine Kerndämmung in vielen Fällen verhältnismässig rasch und mit tiefen Kosten umsetzen.

Worauf solltest du bei einer Kerndämmung achten?

Da die Dämmstoffe bei der Kerndämmung, anders als bei einer Innen - oder Aussendämmung, in der Gebäudehülle «versteckt» sind, spielt ihre Optik keine Rolle. Das erlaubt mehr Flexibilität bei der Materialwahl. Allerdings wird die Dämmwirkung durch die Ausmasse der Hohlräume in der Gebäudehülle begrenzt. Besonders bei einem Altbau ist deshalb zentral, dass du im Voraus überprüfst, wie breit die Hohlräume sind.

Service Teaser Projekt de

Unsicher, welche Schritte bei deinem Projekt wichtig sind?

Nutze strukturierte ToDo-Listen und klare Abläufe, damit du nichts vergisst und bei deinem Projekt deiner Wahl effizient vorgehst.

Welche Dämmstoffe eignen sich für eine Kerndämmung?

Bei der Auswahl der Dämmstoffe für eine Kerndämmung hast du grundsätzlich viele Freiheiten. Je nachdem, welches Verfahren du anwendest, eignen sich unterschiedliche Materialien.

Kerndämmung im Neubau

Für eine Kerndämmung im Neubau werden die Dämmmaterialien an den Innenwänden befestigt, bevor die äussere Schale des Mauerwerks hochgezogen wird. Für diesen Zweck eignen sich feste Dämmstoffplatten, etwa Hartschaumplatten aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Steinwolle-Matten.

Kerndämmung im Altbau

Eine nachträgliche Kerndämmung in einem bestehenden Haus wird in der Regel durch eine Einblasdämmung umgesetzt. Hierbei bohren Fachleute kleine Löcher in die Wände, durch die sie den Dämmstoff, beispielsweise Zelluloseflocken oder ein synthetisches Granulat, in die Hohlräume einlassen. Die Arbeiten für eine nachträgliche Kerndämmung sind in der Regel in ein bis zwei Tagen erledigt. Entsprechend verursachen sie tiefe Kosten und wenig Staub und Schmutz. 

Nachträglicher Einbau von Türen und Fenstern

Nach einer Kerndämmung können neue Fenster und Türen grundsätzlich problemlos eingebaut werden. Im Falle einer Einblasdämmung kann das Material allerdings aus dem Zwischenraum rieseln, sofern es zuvor nicht verfestigt wurde. Diesen Schwund musst du anschliessend wieder auffüllen lassen.

Tipp: Führe eine Fenstersanierung oder neue Wanddurchbrüche vor einer nachträglichen Kerndämmung durch. So vermeidest du allfällige Probleme mit den Dämmmaterialien bereits im Voraus.

Service Teaser Experten

Suchst du die richtigen Expertinnen oder Experten für dein Projekt?

Finde geprüfte Fachpersonen in deiner Nähe und erhalte Unterstützung für deine Sanierung oder Modernisierung.

Wann amortisiert sich eine Kerndämmung?

Die Kerndämmung gehört zu den kosteneffizientesten Dämmmethoden. Je nach Wahl der Materialien und Dicke der Dämmschicht musst du mit Kosten zwischen 80 und 100 Schweizer Franken pro Quadratmeter rechnen. Zudem wird die Umsetzung einer Kerndämmung in vielen Kantonen im Rahmen des Gebäudeprogrammes gefördert.

Besonders im Altbau ist die Investition für eine nachträgliche Hohlraumdämmung im Einblasverfahren in vielen Fällen schon nach weniger als zehn Jahren amortisiert, sofern du sämtliche Fördermöglichkeiten ausschöpfst.

Service Teaser sanierung de

Du willst wissen, wann und wie du dein Zuhause sanieren sollst?

Der myky-Sanierungsrechner zeigt dir Schritt für Schritt, welche Massnahmen sinnvoll sind, was sie kosten und wann du sie umsetzen solltest.

Häufige Fragen

Newsletter V2 500x500px Pos

Tipps für dein Zuhause

Abonniere unseren Newsletter und erhalte regelmässig Tipps rund um dein Zuhause.