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Hypothek vergleichen: So findest du das passende Angebot

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Paar vergleicht Hypothek-Offerten und Finanzierungsunterlagen für den Kauf eines Eigenheims.

Wer Offerten für eine Hypothek einholt, vergleicht schnell Äpfel mit Birnen – und übersieht so möglicherweise den Haken bei einem auf den ersten Blick günstigen Angebot oder das Sparpotenzial des richtigen Hypothekarmodells.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Hypothekenvergleich zählt nicht nur der tiefste Zinssatz. Oft liegt das grössere Sparpotenzial in der Wahl des passenden Hypothekarmodells, etwa Festhypothek, variable Hypothek oder Saron-Hypothek.
  • Die richtige Hypothekarform hängt stark von deiner Risikofähigkeit und deinen Lebensumständen ab. Tiefe Zinsen können mit höheren Risiken verbunden sein, etwa bei stark schwankenden Saron-Zinsen oder hohen Kosten bei der vorzeitigen Auflösung einer Festhypothek.
  • Hypothek-Offerten lassen sich nur vergleichen, wenn alle Konditionen klar sind. Wichtig sind unter anderem Netto- oder Bruttokonditionen, Aufschläge auf die 2. Hypothek, Belehnungshöhe, Zahlungsrhythmus und der Startzeitpunkt der Hypothek.

Das Sparpotential beim Hypothekenvergleich

Die Zeiten sind günstig für Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer: Weil das Hypothekargeschäft für Banken eine sichere Anlage ist, versuchen sie, mit tiefen Margen neue Kundschaft zu gewinnen. Das macht den Offertenvergleich aufwendig und zeitraubend. Wenn du Offerten einholst und sich die Zinssätze nur um fünf Basispunkte unterscheiden, macht das selbst auf 500’000 Franken nur etwas mehr als 20 Franken im Monat aus. Das viel grössere Sparpotenzial liegt in der Wahl des Hypothekarmodells. Mit einer variablen Hypothek kannst du im Vergleich zur Festhypothek rund 17’000 Franken in zehn Jahren sparen, solange die Zinsen konstant bleiben (siehe auch: Hypothek verhandeln).

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Zinsbelastung auf Lebensumstände abstimmen

Da Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer immer erst im Nachhinein wissen, wie der Zins sich tatsächlich entwickelt hat und welche Hypothekarform die günstigste gewesen wäre, ist es sinnvoll, die eigene Risikofähigkeit beim Abschluss einer Hypothek genau zu prüfen. Beurteile bei jeder Offerte, ob ein tiefer Zinssatz möglicherweise durch ein höheres Risiko erkauft werden muss. Es ist sinnvoll, bei deiner Wahl nicht nur die Höhe der Hypothekarzinsen zu berücksichtigen, sondern die Wahl des Hypothekarmodells auf deine eigenen Lebensumstände abzustimmen. Die Zinsbelastung bei einer Saron-Hypothek ist momentan zwar gering, dafür ist sie sehr volatil. Plötzlich stark ansteigende Zinsen können nicht alle Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer verkraften. Auch langlaufende Festhypotheken sind mit einem Risiko verbunden: Werden sie beispielsweise wegen einer Scheidung oder eines Stellenwechsels vorzeitig aufgelöst, wird eine hohe Vorfälligkeitsprämie fällig, die aus der günstigen Festhypothek rasch eine teure Angelegenheit macht.

Offerten vergleichen ist schwierig

Wer sich für eine Hypothekarform entschieden hat und von verschiedenen Anbietern eine Offerte für die eigene Hypothek einholt, müsste viel Zeit damit verbringen, die Offerten vergleichbar zu machen, gehen diese doch oftmals nicht von der gleichen Basis oder vom gleichen Stichtag aus:

  • Handelt es sich bei den angegebenen Konditionen um Netto- oder Bruttokonditionen? Bei Nettokonditionen gilt der gleiche Zins für alle Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer, bei Bruttokonditionen darf und soll gefeilscht werden, was nicht allen liegt.
  • Wird für die 2. Hypothek ein Aufschlag von 0,5 bis 1 Prozentpunkten erhoben, wie dies bei vielen Banken üblich ist?
  • Muss der Hypothekarzins viertel- oder halbjährlich beglichen werden? Im zweiten Fall bleibt das Geld länger auf dem eigenen Konto, was eine minime Entlastung bieten kann. Das ist in Zeiten tiefer oder gar negativer Zinsen allerdings ein vernachlässigbarer Faktor.
  • Wie hoch ist die Belehnung? Für ein und dasselbe Objekt machen Banken manchmal Offerten mit unterschiedlicher Belehnungshöhe. Ein tiefer Hypothekarzins, der auf einer grösseren Belehnungssumme anfällt, kann deshalb teurer sein als ein höherer Zins auf einer tieferen Fremdkapitalsumme.
  • Gilt der Zinssatz für eine Hypothek, die ab sofort oder erst in einigen Wochen oder Monaten zu laufen beginnt?

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Vorsicht vor Lockvogel-Angeboten

Einmal abgesehen von der Schwierigkeit, Offerten aussagekräftig miteinander vergleichen zu können, ist nicht jedes Angebot, das auf den ersten Blick günstig wirkt, tatsächlich vorteilhaft. Oft gelten die günstigen Bedingungen nur für einen Teil der Hypothek oder einen Teil der Laufzeit. Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer müssen deshalb meist zur günstigen Tranche noch eine oder zwei weitere Tranchen zu anderen Konditionen abschliessen. Unter dem Strich ist die vermeintlich günstige Hypothek deshalb oft mindestens genauso teuer wie eine andere (siehe auch: Interview zu Hypotheken). Wegen der verbleibenden Tranchen sind Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer jedoch nach Ablauf des günstigen Angebotes an die Bank gebunden.

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