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Gartenarbeiten im November: Das ist jetzt zu tun

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Jungpflanze wächst durch Schafwollvlies als natürlicher Frostschutz
Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»

Monat für Monat versorgen wir dich mit aktuellen Tipps und Inspirationen für dein Gemüsebeet, Obstgarten, Ziergarten und Balkon.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schafwolle ist eine nachhaltige Alternative zu synthetischem Gartenvlies: Sie speichert Feuchtigkeit, schützt vor Unkraut, isoliert bei Kälte und gibt beim Zersetzen wertvollen Stickstoff an den Boden ab.
  • Im Obstgarten kann Schisandra (Schisandra chinensis) jetzt noch gepflanzt werden: Die winterharte Kletterpflanze liefert aromatische Beeren mit fünf Geschmacksrichtungen und bevorzugt feuchte, halbschattige Standorte.
  • Im Ziergarten ist Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen: Achte auf ein ausreichend grosses Pflanzloch, einen stabilen Stützpfahl bei Stammrosen und eine rund 5 cm tief liegende Veredlungsstelle.
  • Für das Urban Gardening lohnt es sich, Winterknoblauch bis Mitte November zu setzen: Die kälteresistenten Zehen wurzeln schnell und können im Sommer geerntet werden – zudem wirkt Knoblauch zwischen anderen Kulturen als natürlicher Schädlingsschutz.
  • Generell steht der Winterschutz im Fokus: Ob Mulchen, Pflanzen oder Setzen – jetzt bereitest du Gemüse, Obst und Zierpflanzen optimal auf die kalte Jahreszeit vor.

Gemüsegarten im November

Schafwolle

Wie bei anderem Mulch, den wir im Garten verwenden, speichert Schafwolle Feuchtigkeit und verhindert das Ausbreiten von Unkraut. Wenn du Schafwolle als Mulch verwendest, kann sie auch in kalten Wintern mehr Wärme speichern. Dies hält die Wurzeln wärmer und kann dazu beitragen, die Pflanzen über ihren normalen Wachstumspunkt hinaus am Leben zu erhalten.

Schafwolle im Garten

Der Einsatz von Schafwolle im Garten lohnt sich, denn sie hat hervorragende Isoliereigenschaften. Diese kann man sich im Garten zunutze machen. Als Ersatz zum synthetisches Gartenvlies ist das Naturprodukt erst noch deutlich umweltfreundlicher und nachhaltiger.

Jetzt sollte man sich über den Winterschutz für Gemüsepflanzen Gedanken machen. Meist wird herkömmliches Gartenvlies verwendet. Leider besteht es aus Polypropylen – ein plastikähnlicher Werkstoff, der in der Natur nicht abgebaut wird. Eine weitaus ökologischere Alternative ist ungewaschene Schafwolle im Garten, die man direkt ab Bauernhof oder im Fachhandel beziehen kann.

Wolle verfilzt

Regen wäscht die Verschmutzungen aus der Wolle und düngt damit den Boden, Mikroorganismen zersetzen sie langsam und setzen wertvollen Stickstoff frei. Durch das fleissige Betreten von mit Wolle gemulchten Wegen bilden sich mit der Zeit Filzmätteli aus. Gartenlies aus Schafwolle ist mittlerweile bei vielen Anbietern für Gartenbedarf erhältlich. Übrigens: Ein Grossteil der Schweizer Schafwolle landet leider jedes Jahr in der Kehrichtverbrennung, weshalb eine Nutzung im Garten durchaus Sinn macht.

Jungpflanze wächst durch Schafwollvlies als natürlicher Frostschutz
Schafwolle (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Obstgarten im November

Geschmackserlebnis Schisandra

Das Chinesische Spaltkölbchen (Schisandra chinensis) bringt gänzlich neue Geschmackskomponenten in den Obstgarten. Die kleinen roten Beeren werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin bei Durchblutungsstörungen verwendet, sollen aber auch beruhigend und leistungs-, lust- sowie lebensstärkend wirken. Der chinesische Name «Wu Wei Zi» bedeutet so viel wie «Kraft der fünf Geschmacksrichtungen»: Die Früchte des Spaltkölbchens schmecken nämlich süss, salzig, sauer, bitter und scharf zugleich. Sie können frisch oder getrocknet als Tee konsumiert werden; auch Sirup, Marmelade und Saft lässt sich aus den Beeren herstellen.

Schisandra ist ursprünglich zweihäusig, es gibt aber auch selbstbefruchtende Züchtungen. Das Sternanisgewächs braucht ein Rankgerüst, an dem es bis zu 5 m hoch emporklettert. 

Es ist sehr winterhart und kann daher problemlos im November gepflanzt werden. Schisandra reagiert empfindlich auf Hitze und Trockenheit. Feuchte und halbschattige Standorte eignen sich gut, während südexponierte Lagen aufgrund der Anfälligkeit der Pflanze auf Spätfröste vermieden werden sollten.

Rote Schisandra-Beeren zwischen gelb verfärbten Herbstblättern
Schisandra (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)
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Ziergarten in November

Rosen pflanzen und pflegen

Solange noch kein Frost herrscht, dürfen wurzelnackte Gehölze noch in den Boden – auch Rosen. Das Pflanzloch genügend gross ausheben, sodass die Wurzeln darin Platz finden, ohne geknickt zu werden. Stammrosen brauchen unbedingt einen Stützpfahl. Dieser wird so tief ins Loch eingeschlagen, dass er stabil ist und nicht wackelt. Beim Setzen aller wurzelnackten Rosen ist darauf zu achten, dass die Veredlungsstelle etwa 5 cm unterhalb des Bodenniveaus liegt. Damit der rosige Neuzugang nicht vertrocknet, wird die Erde um den Stamm herum auf etwa 20 cm angehäufelt.

Wurzelnackte Rosenpflanzen gebündelt für die Herbstpflanzung
Rosen (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

Rosenkalender

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Rosenkalender

Schöne und gesunde Rosen benötigen regelmässige Pflege. Unser Kalender (PDF) zeigt auf, wann welche Pflegemassnahmen ausgeführt werden sollten.

Rosenkalender

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Urban Gardening im November

Winterknoblauch setzen

Wer schon zum nächsten Sommeranfang Knoblauch (Allium sativum) aus dem eigenen Garten, Hochbeet oder von Balkon und Terrasse ernten möchte, greift am besten auf die Zehen von im Handel erhältlichem Winterknoblauch zurück. Diese sind deutlich kälteresistenter und können bei milden Temperaturen auch noch problemlos bis Mitte November gesetzt werden. Legt man sie bis zur Keimung auf feuchtes Küchenpapier, wurzeln sie ins Erdreich gesteckt rasch ein. Geerntet wird dann ab Juli. Übrigens: Wird Knoblauch zwischen Erdbeeren, Gurken, Rüebli oder Tomaten gesetzt, wirkt er als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel, da viele Schädlinge seinen Geruch nicht mögen.

Frisch geerntete Winterknoblauchknollen mit Wurzeln und Erde
Winterknoblauch (Quelle: Zeitschrift «Schweizer Garten»)

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 Ausgabe November 2025

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