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Schädlinge im Garten erkennen und bekämpfen

Im Überblick
Person kontrolliert Gemüsepflanzen im Garten auf Schädlinge und Blattbefall.

Schädlinge können Blätter, Wurzeln, Früchte, Knospen und ganze Pflanzenbestände schädigen. Diese Zusammenstellung findest du die wichtigsten Schädlinge im Garten, an Zimmerpflanzen, Obstbäumen, Beerensträuchern und im Gemüsebeet.

Schädlinge natürlich vorbeugen

Schädlinge mit Pflanzen natürlich abwehren

Um Schädlinge aus dem Garten fernzuhalten, sind Schutzpflanzen eine einfache, natürliche und wirksame Möglichkeit. Pflanzen gibt es gegen Schnecken, Blattläuse, Mäuse oder Kohlweisslinge.

Was sind Schutzpflanzen?

  • Schutzpflanzen helfen, Schädlinge im Garten auf natürliche Weise fernzuhalten.
  • Sie sind eine umweltfreundliche Form der Schädlingsbekämpfung und lassen sich einfach in Beete, Gemüseflächen oder unter Obstbäume integrieren.
  • Manche Pflanzen wehren Schädlinge durch borstige oder stachelige Blätter ab, andere durch Aroma- oder Bitterstoffe.
  • Schutzpflanzen können gegen Mäuse, Insekten, Nematoden und Schnecken wirken.

So setzt du Schutzpflanzen ein

  • Kräuter wie Bohnenkraut, Dill, Salbei und Thymian eignen sich als rund 10 cm breite Beeteinfassung.
  • Anfliegende Insekten und kriechende Tiere wie Schnecken werden durch duftende Kräuter abgeschreckt.
  • Die Wirkung wird verstärkt, wenn Schutzpflanzen zusätzlich als Mischkultur zwischen Gemüsereihen wachsen.
  • Pflanzenteile und Standort sollten zur jeweiligen Kultur passen, damit die Schutzpflanzen nicht selbst zur Konkurrenz werden.

Welche Pflanzen helfen wogegen?

  • Dill wirkt gegen Kohlweisslinge und eignet sich für den Beetrand.
  • Thymian kann Schnecken fernhalten und zwischen Gemüsepflanzen gesetzt werden.
  • Bohnenkraut wirkt gegen Blattläuse an Bohnen.
  • Meerrettich kann am Beetrand gegen Kartoffelkäfer helfen.
  • Kaiserkrone und Knoblauch können Mäuse vom Graben im Gemüsebeet abhalten.
  • Kapuzinerkresse kann als Bodendecker unter Obstbäumen oder zwischen Gemüse gegen Blattläuse eingesetzt werden.
  • Beifuss wirkt gegen Erdflöhe und Kohlweisslinge; Wucherblume kann Ameisen fernhalten.

Weitere natürliche Massnahmen

  • Blühende Ginsterzweige können neben Kohlpflanzen gelegt werden, um Erdflöhe durch ihren intensiven Duft zu vertreiben.
  • Kapuzinerkresse wird im Frühjahr rund um Obstbäume in Kompost ausgesät und kann helfen, Blattläuse fernzuhalten.
  • Schutzpflanzen ersetzen nicht immer eine direkte Bekämpfung, können aber den Schädlingsdruck im naturnahen Garten deutlich reduzieren.

Interview zur Schädlingsbekämpfung

Schädlinge lassen sich im Garten oft schon mit einfachen Massnahmen wirksam in Schach halten. Im Interview erklärt Othmar Ziswiler von JardinSuisse, wie du einen Befall früh erkennst, mit guter Pflege vorbeugst und natürliche Methoden statt chemischer Mittel erfolgreich einsetzt.
Experten-Tipps zur natürlichen Schädlingsbekämpfung.

Häufige Schädlinge an Gartenpflanzen

Blattläuse

Blattläuse sitzen häufig an jungen Trieben, Knospen und Blattunterseiten. Sie saugen Pflanzensaft und können Pflanzen schwächen, lassen sich aber oft mit natürlichen Mitteln und der Förderung von Nützlingen regulieren.
Blattläuse natürlich bekämpfen.

Schnecken 

Schnecken verursachen vor allem an jungen Pflanzen deutliche Frassschäden. Eine Kombination aus Vorbeugung, Barrieren und naturnahen Massnahmen schützt Beete besonders wirksam.
So schützt du deine Pflanzen vor Schnecken.

Buchsbaumzünsler

Was ist der Buchsbaumzünsler?

  • Der Buchsbaumzünsler ist ein gefürchteter Schädling an Buchsbäumen.
  • Er stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde durch Pflanzenimporte nach Europa eingeschleppt.
  • Jährlich können zwei bis drei Generationen entstehen, weshalb sich der Schädling rasch ausbreiten kann.
  • Die letzte Raupengeneration überwintert in einem Gespinst zwischen den Buchsbaumblättern und verpuppt sich im Frühling.
  • Die Raupen sind grün mit hell- und dunkelgrünen Rückenstreifen und schwarzem Kopf; sie werden bis etwa 5 cm lang.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Da die Raupen zuerst im Inneren der Pflanze fressen, fällt ein Befall oft erst spät auf.
  • Typisch sind angefressene Blätter und bis auf das Holz abgenagte Triebe.
  • Im Buchsbaum finden sich feine Gespinste und kleine hellgrüne Kothäufchen.
  • Bei starkem Befall kann die Pflanze stark geschädigt werden oder absterben.

Wie beugst du vor?

  • Buchsbäume schon beim Kauf auf Gespinste und Kothäufchen kontrollieren.
  • Buchsbäume regelmässig prüfen, besonders im Pflanzeninneren.
  • Natürliche Feinde wie Spatzen, Kohlmeisen, Buchfinken und Gartenrotschwänze fördern.
  • Pheromon-Fallen einsetzen, um männliche Falter anzulocken und die Vermehrung zu reduzieren.

Was hilft bei Befall?

  • Raupen absammeln und vernichten.
  • Die Pflanze mit einem scharfen Wasserstrahl durchpusten und die Raupen auf einer darunterliegenden Folie auffangen.
  • Biologisch können Mittel auf Neemölbasis mit Azadirachtin eingesetzt werden; sie führen zu Frassstopp und stören Häutung und Verpuppung.
  • Bei starkem Befall kann ein Pflanzenschutzmittel auf chemischer Basis nötig sein; die Spritzung sollte nach Herstellerangaben wiederholt werden.
  • Nicht mehr zu rettende Buchsbäume fachgerecht entsorgen, damit sich der Schädling nicht weiter ausbreitet.

Frostspanner

Was sind Frostspanner?

  • Frostspanner sind Schädlinge, deren Raupen an Obstbäumen und Ziergehölzen fressen.
  • Man unterscheidet zwischen kleinem und grossem Frostspanner; im Hausgarten tritt meist der kleine Frostspanner auf.
  • Die Paarung findet im Spätherbst nach dem ersten Frost statt.
  • Die Weibchen sind flugunfähig und kriechen zur Eiablage an Baumstämmen hoch.
  • Im Frühling starten die Raupen mit ihrer Frasstätigkeit.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Ab April fressen die Raupen an Blättern und Knospen.
  • Zuerst zeigen sich Frasslöcher, später teilweise kahle Blattgerippe.
  • Zwischen Blättern und Blüten bilden sich klebrige Gespinste.
  • Früchte können halbseitig angefressen werden, der sogenannte Löffelfrass.
  • Während der Blüte sitzen die Larven häufig in den Blütenbüscheln.

Wie beugst du vor?

  • Ab Ende September Leimringe um Baumstämme anbringen.
  • Auch Baumpfähle mit Leimringen versehen, damit Weibchen nicht über Umwege in die Krone gelangen.
  • Leimringe im Dezember entfernen und entsorgen, da Weibchen Eier auf dem Ring ablegen können.
  • Ab Februar bei Bedarf neue Leimringe anbringen oder Raupenleim auftragen.
  • Nützlinge wie Kohlmeisen fördern, da sie während der Brutzeit viele Raupen fressen.
  • Bäume regelmässig kontrollieren, besonders ab Blühbeginn.

Was hilft bei Befall?

  • Präparate mit Bacillus thuringiensis können gegen Frostspannerraupen eingesetzt werden.
  • Die Anwendung sollte bei warmer Witterung ab etwa 15 °C erfolgen.
  • Der Wirkstoff wird über den Frass aufgenommen und wirkt im Darm der Raupen.
  • Mittel auf Neemölbasis mit Azadirachtin können die Verpuppung verhindern und die Vermehrung unterbrechen.

Gartenlaubkäfer

Was sind Gartenlaubkäfer?

  • Gartenlaubkäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer.
  • Sie sind 8 bis 11 mm gross und besitzen einen braunen Körper mit metallisch grünem Halsschild.
  • Die hellbraunen Flügeldecken tragen Längsstreifen; die Larven sind weisse Engerlinge mit hellbraunem Kopf.
  • Die erwachsenen Käfer verursachen Rand- und Lochfrass, die Engerlinge schädigen Pflanzenwurzeln.

Welche Pflanzen sind betroffen?

  • Gartenlaubkäfer befallen Rosen, Obstgehölze, Weiden, Farne und Rasenflächen.
  • Zur Flugzeit ab Mai zeigen sich Frassspuren an Blättern.
  • Im Rasen entstehen durch Wurzelfrass braune und kahle Stellen.
  • Die Grasnarbe wird locker und kann sich bei starkem Befall leicht ablösen.

Wie beugst du vor?

  • Den Rasen dicht, gesund und ausreichend bewässert halten.
  • Trockene und sandige Stellen vermeiden, da sie für die Eiablage attraktiv sind.
  • Während des Käferflugs den Rasen etwas höher stehen lassen.
  • Gemüsebeete mit feinmaschigen Schutznetzen schützen.
  • Natürliche Feinde wie Vögel, Igel, Fledermäuse und Spitzmäuse fördern.

Was hilft bei Befall?

  • Gartenlaubkäfer-Fallen einsetzen, um Käfer zu reduzieren und die Befallsstärke einzuschätzen.
  • Gegen Engerlinge können HB-Nematoden eingesetzt werden.
  • Die Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora dringen in die Engerlinge ein und töten sie mithilfe eines Bakteriums ab.
  • Nematoden etwa sechs Wochen nach dem Käferflug ausbringen; die Bodentemperatur sollte mindestens 12 °C betragen.

Junikäfer

Was sind Junikäfer?

  • Junikäfer gehören wie Maikäfer zur Familie der Blatthornkäfer.
  • Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen vor allem in lauen Juninächten.
  • Mit 14 bis 18 mm sind sie kleiner als Maikäfer.
  • Typisch sind gelblichbraune, gerippte Deckflügel, ein schwarzbrauner Kopf und dichte Behaarung am Halsschild.
  • Die Larven entwickeln sich je nach Region über zwei bis drei Jahre im Boden.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Erwachsene Käfer verursachen Rand- und Lochfrass an Blättern und Blüten.
  • Den grösseren Schaden richten die Engerlinge im Boden an.
  • Im Rasen entstehen braune und kahle Stellen.
  • Die Grasnarbe wird locker und kann sich stellenweise leicht ablösen.
  • Die Engerlinge sind cremeweiss, gekrümmt und besitzen einen schwarzen Kopf sowie drei auffällige Brustbeinpaare.

Wie beugst du vor?

  • Den Rasen gesund, dicht und gut bewässert halten.
  • Sandige und trockene Rasenstellen vermeiden, da sie für die Eiablage attraktiv sind.
  • Während des Käferflugs den Rasen etwas höher stehen lassen.
  • Im Gemüsegarten feinmaschige Schutznetze einsetzen.
  • Natürliche Feinde wie Vögel, Igel, Fledermäuse und Spitzmäuse fördern.

Was hilft bei Befall?

  • Den Rasen gründlich auflockern und vertikutieren.
  • Chemische Pflanzenschutzmittel möglichst vermeiden, da Bodenorganismen empfindlich reagieren.
  • HB-Nematoden gegen Engerlinge einsetzen.
  • Die Ausbringung erfolgt etwa sechs Wochen nach dem Käferflug und bei einer Bodentemperatur von mindestens 12 °C.

Maikäfer

Was sind Maikäfer?

  • Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer.
  • Der erwachsene Käfer ist 22 bis 30 mm lang.
  • Typisch sind rotbraune Flügel, ein schwarzer Körper, weisse Härchen an Kopf und Brust sowie ein weisses Sägezahnmuster seitlich unter den Flügeln.
  • Die Weibchen legen nach der Paarung rund 60 Eier etwa 15 bis 20 cm tief im Boden ab.

Warum sind Maikäfer problematisch?

  • Den grössten Schaden verursachen die Engerlinge, nicht die erwachsenen Käfer.
  • Die Larven leben mehrere Jahre im Boden und fressen an den Wurzeln von Zier- und Nutzpflanzen.
  • Betroffene Pflanzen wachsen kümmerlich oder sterben ab.
  • Auch Rasenflächen können stark geschädigt werden.

Woran erkennst du Engerlinge und Schäden?

  • Engerlinge sind gelblich-cremeweiss, C-förmig gekrümmt und 5 bis 6 cm lang.
  • Der Kopf ist braun, der Hinterleib leicht verdickt und dunkel.
  • Im Rasen zeigen sich gelbe, später eintrocknende Flecken.
  • Stark geschädigte Rasenstücke lassen sich fast vollständig mit der Hand abziehen.

Vorbeugen und bekämpfen

  • Im April vor der Eiablage feinmaschige Kulturschutznetze über gefährdete Beete legen.
  • Den Rasen dicht und gesund halten; regelmässiges Vertikutieren kann abgelegte Eier zerstören.
  • Natürliche Feinde wie Maulwürfe, Igel und Vögel fördern.
  • Gefundene Engerlinge einsammeln und das Erdreich nach weiteren Larven absuchen.
  • Fadenwürmer der Gattung Heterorhabditis etwa sechs bis acht Wochen nach der Hauptflugzeit ausbringen.

Marmorierte Baumwanze

Was ist die Marmorierte Baumwanze?

  • Die Marmorierte Baumwanze ist ein Schädling aus Ostasien und wurde 2004 erstmals in der Schweiz entdeckt.
  • Sie befällt bevorzugt Obstbäume, kann aber auch Gemüse wie Tomaten und Peperoni schädigen.
  • Das Insekt ist ocker-marmoriert mit schwarzen Punkten und 12 bis 17 mm gross.
  • Charakteristisch sind schwarz-weisse Zeichnungen am Körperrand, fünf helle Punkte hinter dem Halsschild und lange geringelte Fühler.
  • Bei Bedrohung gibt die Wanze ein stark riechendes Sekret ab.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Die Wanzen stechen mit dem Saugrüssel in Blätter und Früchte.
  • Mit dem Speichel gelangt ein Verdauungsenzym in die Pflanze, das Verformungen und abgestorbene Stellen verursacht.
  • Äpfel, Birnen und Aprikosen zeigen tiefe Dellen und unansehnliche Früchte.
  • Aufgeschnittene Früchte haben braune, verhärtete Stellen.
  • Tomaten und Peperoni können an der Oberfläche weisslich und schwammig werden.
  • Ab Juni finden sich hellgrüne Eier auf den Blattunterseiten.

Wie beugst du vor?

  • Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen helfen, die Überwinterung in Wohnräumen zu verhindern.
  • Spalten und Ritzen rund um Fenster verschliessen.
  • In der Wohnung können Klebefallen eingesetzt und danach im Restmüll entsorgt werden.
  • Blattunterseiten im Garten regelmässig kontrollieren, um Eier und Nymphen früh zu entdecken.

Was hilft bei Befall?

  • Chemische Pflanzenschutzmittel zeigen oft keine ausreichende Wirkung.
  • Marmorierte Baumwanzen, Nymphen und Eigelege regelmässig von Hand absammeln.
  • Frisch geschlüpfte Nymphen können zur Eindämmung mit Seifenlauge besprüht werden.
  • In Europa fehlen bislang vielerorts die wirksamen natürlichen Gegenspieler aus dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet.

Spinnmilben

Was sind Spinnmilben?

  • Spinnmilben sind winzige saugende Schädlinge aus der Familie der Spinnmilben.
  • Sie sind je nach Art nur 0,25 bis 0,8 mm gross und sitzen meist auf der Blattunterseite.
  • Häufige Arten sind die Gemeine Spinnmilbe, die Obstbaumspinnmilbe und die Nadelholzspinnmilbe.
  • Sie saugen Blattzellen aus und treten besonders bei warmer, trockener Luft auf.
  • Gefährdet sind Rosen, Bohnen, Gurken und viele Zimmerpflanzen.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Feine Gespinste an Blattachseln und Blatträndern.
  • Kleine helle Punkte auf den Blättern.
  • Später hellgraue bis bronzefarbene Flecken.
  • Eingerollte Blätter und absterbendes Laub.
  • Die Tiere sind mit blossem Auge kaum sichtbar, mit einer Lupe aber erkennbar.

Wie beugst du vor?

  • Zimmer- und Kübelpflanzen regelmässig auf der Blattunterseite kontrollieren.
  • Pflanzen mit Wasser besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Wohnräume und Gewächshaus gut lüften.
  • Pflanzen mit passendem Standort und ausgewogener Düngung stärken.
  • Zu viel Stickstoff vermeiden.
  • Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Raubwanzen fördern.

Was hilft bei Befall?

  • Befallene Blätter entfernen und stark befallene Pflanzen zurückschneiden.
  • Schnittgut im Hausmüll entsorgen.
  • Biologisch Raubmilben der Art Phytoseiulus persimilis einsetzen.
  • Bei sehr starkem Befall können Akarizide eingesetzt werden, jedoch ausschliesslich bei Zierpflanzen und direkt auf die Kolonien.

Schädlinge an Beeren, Obst und Reben

Brombeermilbe

Die Brombeermilbe kann dazu führen, dass Früchte ungleichmässig reifen oder einzelne Fruchtteile hell bleiben. Besonders wichtig sind das rechtzeitige Erkennen der Symptome und ein konsequenter Rückschnitt befallener Pflanzenteile.
So schützt du deine Brombeerernte.

Apfelsägewespe

Die Apfelsägewespe schädigt junge Früchte bereits früh im Jahr. Typisch sind Bohrgänge, Fruchtfall und geschädigte junge Äpfel, weshalb Kontrolle und Vorbeugung rund um die Blüte wichtig sind.
Tipps für gesunde Apfelbäume.

Rüsselkäfer 

Rüsselkäfer und ihre Larven können Blätter, Wurzeln und Knollen schädigen. Je nach Art helfen Absammeln, die Förderung von Nützlingen oder biologische Methoden wie Nematoden.
Das hilft gegen Rüsselkäfer.

Rosenkäfer

Rosenkäfer werden im Garten häufig mit schädlichen Engerlingen verwechselt. Wir erklären, wann Rosenkäfer nützlich sind und woran du sie von problematischen Käferlarven unterscheidest.
Rosenkäfer erkennen und richtig einordnen.

Rebenpockenmilbe

Die Rebenpockenmilbe verursacht auffällige Pocken und Verformungen an Weinblättern. Meist sieht der Befall dramatischer aus, als er für die Pflanze tatsächlich ist.
Das solltest du über Rebenpockenmilben wissen.

Himbeerkäfer

Was ist der Himbeerkäfer?

  • Der Himbeerkäfer ist ein kleiner, braun bis grau behaarter Käfer und wird 4 bis 5 mm gross.
  • Er befällt vor allem Himbeeren, aber auch Brombeeren und andere Rosengewächse.
  • Ab Mai frisst er an Knospen und legt später Eier in die Blüten.
  • Die Larven werden auch Himbeermaden genannt und fressen sich durch die Früchte.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Angefressene Knospen und angebissene Stiele.
  • Braune, harte und verformte Früchte.
  • Larven in scheinbar gesunden Beeren.
  • Blass-ockerfarbene Larven mit drei Beinpaaren, die bis etwa 8 mm gross werden.

Wie beugst du vor?

  • Herbsttragende Himbeersorten wie Autumn Bliss, Polana, Ruby oder Himbo Top wählen.
  • Diese Sorten werden oft weniger befallen, weil die Eiablage früher erfolgt.
  • Himbeersträucher an sonnige Standorte pflanzen.
  • Schattige Standorte meiden, da sich Himbeerkäfer dort besonders wohlfühlen.
  • Für ausreichend Abstand zwischen den Ruten sorgen und pro Strauch nicht mehr als etwa 15 Ruten stehen lassen.

Was hilft bei Befall?

  • Chemische Pflanzenschutzmittel möglichst vermeiden, da sie Früchte ungeniessbar machen und Nützlinge schädigen können.
  • Den Befallsdruck mit Weisstafeln oder einer Klopfprobe kontrollieren.
  • Käfer regelmässig von Hand absammeln; ein Tuch unter den Ruten hilft, herunterfallende Tiere aufzufangen.
  • Befallene Triebe im Hausmüll entsorgen, nicht auf dem Kompost.

Kastanienminiermotte

Was ist die Kastanienminiermotte?

  • Die Kastanienminiermotte ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten.
  • Sie befällt vor allem weissblühende Rosskastanien.
  • Der Falter ist hellbraun, hat feine weisse Querstreifen und ist etwa 5 mm lang.
  • Je nach Witterung können pro Jahr bis zu vier Generationen entstehen.

Wie entsteht der Schaden?

  • Mit der Blüte der Rosskastanie beginnt im Mai der Hochzeitsflug.
  • Weibchen legen etwa 30 bis 40 Eier auf den Blättern ab.
  • Die Larven fressen sich durch das Blattgewebe und verursachen typische Frassgänge.
  • Durch die verringerte Blattmasse wird die Photosynthese eingeschränkt und der Baum geschwächt.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Gelbliche Frassgänge, sogenannte Minen, auf den Blättern.
  • Anfangs verlaufen die Minen geradlinig, später kreisrund.
  • Die Larven sind sichtbar, wenn man das Blatt gegen das Licht hält.
  • Mit der Zeit werden die Blätter braun und sterben frühzeitig ab.
  • Die Kastanie wirkt bereits im Sommer herbstlich verfärbt.

Wie beugst du vor und was hilft?

  • Weniger anfällige Rosskastanienarten wählen, zum Beispiel die rotblühende Scharlach-Rosskastanie.
  • Im Frühling Lockstofffallen in die Kastanien hängen.
  • Natürliche Feinde wie Meisen, Schwalben, Mauersegler und Fledermäuse fördern.
  • Heruntergefallenes Laub konsequent aufsammeln und im Restmüll entsorgen, nicht auf dem Kompost.
  • Eine Baumimpfung durch lizenzierte Baumspezialist:innen kann den Schädling mehrere Jahre fernhalten.
  • Für den Hausgarten sind keine chemischen Pflanzenschutzmittel gegen die Kastanienminiermotte zugelassen.

Rhododendronzikaden

Was sind Rhododendronzikaden?

  • Rhododendronzikaden sind grüne Insekten, die auf den ersten Blick an Grashüpfer erinnern.
  • Sie werden etwa 1 cm gross und haben zwei orangerote Längsstreifen auf den Vorderflügeln.
  • Die erwachsenen Tiere sitzen meist auf der Blattoberseite und verstecken sich bei Gefahr auf der Unterseite.
  • Ab Ende April schlüpfen gelbgrüne Larven, die entlang der Hauptader auf der Blattunterseite sitzen.

Warum sind sie problematisch?

  • Die Zikaden selbst verursachen meist nur geringe Saugschäden.
  • Typisch sind hellgrüne Sprenkelungen und leicht gekräuselte Blätter.
  • Das Hauptproblem entsteht bei der Eiablage im September.
  • Die Weibchen übertragen den Pilz Pycnostysanus azaleae, der Knospenbräune verursacht.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Grüngesprenkelte oder leicht gekräuselte Rhododendronblätter.
  • Larven auf der Blattunterseite und weissliche Häutungshüllen.
  • Bräunlich bis schwarz verfärbte Blütenknospen.
  • Vertrocknete Knospen, die sich nicht öffnen und am Zweig bleiben.
  • Kleine braunschwarze Härchen auf befallenen Knospen als Fruchtkörper des Pilzes.

Vorbeugen und bekämpfen

  • Weniger anfällige Arten wie Yakushimanum-Hybriden, sommergrüne Azaleen und Japanische Azaleen wählen.
  • Die Pflanzen ab Mai regelmässig kontrollieren, besonders auf der Blattunterseite.
  • Gelbtafeln in Rhododendren aufhängen.
  • Natürliche Gegenspieler wie Laufkäfer, Schlupfwespen, Spinnen und Vögel fördern.
  • Möglichst früh im Larvenstadium handeln.
  • Bei leichtem Befall Präparate auf Neemölbasis einsetzen; bei starkem Befall kann ein Insektizid nötig sein.
  • Die Behandlung frühmorgens durchführen, wenn die Tiere kältebedingt weniger beweglich sind.

Schädlinge im Gemüsebeet

Erdraupen 

Erdraupen sind Larven von Eulenfaltern und fressen nachts an jungen Pflanzen. Im Gemüsebeet können sie Keimlinge und Jungpflanzen stark schädigen.
So schützt du dein Gemüsebeet.

Spargelkäfer 

Spargelkäfer und ihre Larven fressen an Spargelkraut und können die Pflanzen schwächen. Eine frühe Kontrolle hilft, die Ausbreitung im Beet zu begrenzen.
Tipps gegen Spargelkäfer.

Kartoffelkäfer 

Kartoffelkäfer können Kartoffelpflanzen durch Blattfrass stark schädigen. Wer Eier, Larven und Käfer früh erkennt, kann den Befall gezielt eindämmen.
Kartoffelpflanzen wirksam schützen.

Lauchmotte 

Die Lauchmotte befällt Lauch, Zwiebeln und verwandte Kulturen. Typisch sind Frassgänge und geschwächte Pflanzen, die sich durch Schutznetze und konsequente Kontrolle besser schützen lassen.
So schützt du Lauch und Zwiebeln.

Kohlweissling

Die Raupen des Kohlweisslings fressen an Kohlpflanzen und können bei starkem Befall ganze Blätter kahlfressen. Schutznetze und regelmässiges Absammeln gehören zu den wichtigsten Massnahmen.
Tipps gegen Kohlweisslinge.

Drahtwürmer

Was sind Drahtwürmer?

  • Drahtwürmer sind die Larven von Schnellkäfern und gehören zu den häufigen Schädlingen im Gemüsegarten.
  • Die Larven sind creme- bis ockergelb, bis zu 3 cm lang und besitzen einen harten gelben Chitinpanzer.
  • Am Vorderkörper sitzen drei Beinpaare, kräftige Kiefer und Punktaugen.
  • Nach der Verpuppung entwickeln sie sich zu braun-schwarzen Schnellkäfern.

Welche Pflanzen sind betroffen?

  • Drahtwürmer schädigen vor allem Wurzeln, Knollen und Rüben.
  • Häufig betroffen sind Kartoffeln, Randen und Rüebli.
  • Besonders gefährdet sind junge Pflanzen und Sämlinge.
  • Bei Trockenheit suchen Drahtwürmer Feuchtigkeit und bohren sich auch in erntereife Kartoffeln.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Runde Bohrlöcher an Knollen und Rüben.
  • Angeknabberte Wurzeln und Frassgänge in Kartoffeln, Randen oder Rüebli.
  • Geschwächtes Pflanzenwachstum und Fäulnis an den Eintrittsstellen.
  • Sichtbare creme- bis ockergelbe Larven im Boden.

Vorbeugen und bekämpfen

  • Gesunde und kräftige Pflanzen setzen und Kartoffeln vorkeimen, damit sie einen Entwicklungsvorsprung haben.
  • Mischkultur nutzen: Ringelblumen und Studentenblumen zwischen Kartoffeln können abschreckend wirken.
  • Den Boden eher trocken halten und nicht zu stark wässern.
  • Den Boden im Frühling und Herbst bei trockenem, sonnigem Wetter umstechen, um die Larven zu stören und die Eiablage zu erschweren.
  • Kartoffelfallen einsetzen: Kartoffelscheiben auf Holzspiesse stecken, im Beet platzieren und besiedelte Scheiben entfernen.
  • Nematoden können im Boden nach ihren Wirtstieren suchen und gezielt gegen Drahtwürmer eingesetzt werden.

Schädlinge im Haus und Garten

Fliegen

Fliegen können im Haus und auf dem Sitzplatz schnell lästig werden. Entscheidend sind saubere Oberflächen, gut geschlossene Abfälle und einfache Massnahmen, damit die Tiere gar nicht erst angelockt werden. 
Tipps gegen lästige Fliegen im Garten.

Mäuse

Mäuse im Garten können Wurzeln, Knollen und junge Pflanzen beschädigen. Wer typische Spuren erkennt, kann früh reagieren und geeignete Massnahmen gegen die ungebetenen Gartenbewohner treffen.
So hältst du Mäuse aus dem Garten fern.

Ameisen 

Ameisen sind nützlich, können im Garten aber auch stören, wenn sie Beete untergraben oder Pflanzen schwächen. Wir zeigen dir, wann Handlungsbedarf besteht und wie du Ameisen schonend lenken oder bekämpfen kannst. 
Erfahre, wann Ameisen im Garten zum Problem werden.

Trauermücken

Was sind Trauermücken?

  • Trauermücken sind kleine schwarze Fliegen, die vor allem Zimmerpflanzen befallen.
  • Sie sind 2 bis 4 mm gross und treten häufig in Schwärmen auf.
  • Die erwachsenen Tiere sitzen meist auf der Erde; den eigentlichen Schaden verursachen die Larven im Substrat.
  • Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in feuchter Erde ab, pro Weibchen bis zu 200 Eier.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Beim Giessen fliegen kleine schwarze Fliegen aus der Erde auf.
  • Die Larven fressen an den Wurzeln.
  • Pflanzen können Wasser und Nährstoffe schlechter aufnehmen.
  • Das Wachstum wird geschwächt; besonders gefährdet sind Stecklinge und Keimlinge.

Wie beugst du vor?

  • Neue Zimmer- und Kübelpflanzen beim Kauf kontrollieren.
  • Erde mit unangenehmem Geruch oder Ablagerungen meiden, da dies auf zu nasses Substrat hinweisen kann.
  • Hochwertige Blumenerde verwenden; frisch gekaufte Erde kann Eier enthalten.
  • Das Substrat zwischen den Giessvorgängen gut abtrocknen lassen.

Was hilft bei Befall?

  • Befallene Pflanzen vorübergehend nicht giessen, bis die Erde abgetrocknet ist.
  • Bei starkem Befall die Pflanze in frisches Substrat umtopfen und die alte Erde möglichst gründlich entfernen.
  • Gelbstecker oder Gelbtafeln einsetzen, um erwachsene Tiere abzufangen.
  • Präparate auf Neemölbasis mit Azadirachtin können über das Giesswasser gegen die Larven wirken.

Thripse

Was sind Thripse?

  • Thripse sind kleine blattsaugende Schädlinge und werden auch Fransenflügler oder Blasenfüsse genannt.
  • Sie sind hellbraun, 1 bis 3 mm gross und befallen bevorzugt Zimmerpflanzen.
  • Besonders wohl fühlen sie sich bei warmen Temperaturen und trockener Luft.
  • Ein Weibchen legt 60 bis 70 Eier; innerhalb von etwa vier Wochen kann sich eine neue Generation entwickeln.

Welche Pflanzen sind gefährdet?

  • Blühende Zimmerpflanzen wie Orchideen und Alpenveilchen.
  • Grünpflanzen wie Gummibaum, Monstera oder Kentiapalme.
  • Pflanzen im Gewächshaus und in warmen, trockenen Innenräumen während der Heizperiode.

Woran erkennst du einen Befall?

  • Thripse saugen Zellsaft aus den Blättern und sind wegen ihrer Grösse schwer zu erkennen.
  • Typisch sind silbrig-weisse Stellen auf den Blättern.
  • Junge Blätter können verkrüppeln.
  • Bei stärkerem Befall kommt es zu deutlichen Wachstumsstörungen.

Vorbeugen und bekämpfen

  • Pflanzen im Sommer und zu Beginn der Heizperiode regelmässig kontrollieren.
  • Wohnräume und Gewächshaus regelmässig lüften und Pflanzen mit Wasser besprühen.
  • Im Gewächshaus Blautafeln zur Kontrolle einsetzen.
  • Befallene Pflanzen von gesunden Pflanzen trennen.
  • Bei leichtem Befall Seifenlauge mit Olivenöl einsetzen und die Behandlung alle drei bis vier Tage über mehrere Wochen wiederholen.
  • Den Erdballen vor dem Besprühen abdecken, damit Thripse und Larven nicht ins Substrat gelangen.
  • Präparate auf Neemölbasis oder Raubmilben können biologisch helfen.

Engerlinge und Käferlarven im Boden

Engerlinge

Engerlinge sind Larven verschiedener Blatthornkäfer. Nicht alle sind gleich schädlich: Wichtig ist, die Larven richtig zu unterscheiden und Massnahmen passend zur jeweiligen Art zu wählen.
Engerlinge richtig bestimmen.

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