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Vandalismus am Haus: Wer zahlt für Graffiti und Sachschäden?

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Graffiti an einer Hausfassade nach einem Vandalismusschaden – beschädigte Aussenwand eines Wohnhauses in der Schweiz.

Eine besprayte Hauswand, zerkratzte Fensterscheiben oder mutwillig beschädigte Briefkästen – Vandalismus kann Hauseigentümerinnen oder Hauseigentümer unerwartet treffen. Besonders ärgerlich sind dabei nicht nur die Sachbeschädigung selbst, sondern auch die oft beträchtlichen Kosten für Reinigung, Reparatur oder Ersatz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vandalismus kann Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer unerwartet treffen und hohe Kosten verursachen. Dazu gehören unter anderem Graffiti, eingeschlagene Fensterscheiben oder mutwillig beschädigte Gebäudeteile.
  • Die Gebäudeversicherung deckt Vandalismusschäden in der Schweiz meist nicht automatisch ab. Für Graffiti und andere mutwillige Beschädigungen ist in der Regel eine zusätzliche Versicherungslösung erforderlich.
  • Nach einem Schadenfall solltest du den Schaden fotografisch dokumentieren, Anzeige bei der Polizei erstatten und die Versicherung möglichst rasch informieren.
  • Mit Präventionsmassnahmen wie guter Beleuchtung, gepflegten Aussenanlagen oder einer widerstandsfähigen Fassadenbeschichtung lässt sich das Risiko von Vandalismus reduzieren.
  • Ein regelmässiger Versicherungsschutz hilft, Deckungslücken zu erkennen und die finanziellen Folgen eines Vandalismusschadens zu begrenzen.

Was gilt als Vandalismus?

Von Vandalismus spricht man, wenn fremdes Eigentum absichtlich beschädigt oder zerstört wird. Dazu gehören beispielsweise Graffiti und Tags auf Fassaden, eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Türen, zerstörte Beleuchtungen oder mutwillig zerkratzte Oberflächen.

Solche Vorfälle sind keine Seltenheit. Besonders Gebäude an stark frequentierten Standorten, in Stadtzentren oder entlang von Verkehrsachsen sind häufiger betroffen. Aber auch dein Einfamilienhaus oder deine Liegenschaft in einem ruhigen Wohnquartier kann Ziel von Vandalismus werden.

Warum können Vandalismusschäden teuer werden?

Die Kosten eines Vandalismusschadens werden oft unterschätzt. Bereits die Entfernung von Graffiti kann dich mehrere hundert oder sogar tausende Franken kosten. Besonders auf empfindlichen Fassadenmaterialien oder Natursteinoberflächen sind spezialisierte Reinigungsverfahren erforderlich. Hinzu kommen mögliche Reparaturen an Fenstern, Türen oder anderen Gebäudeteilen.

Zahlt die Gebäudeversicherung in der Schweiz bei Vandalismus?

Die obligatorische Gebäudeversicherung deckt in erster Linie Schäden durch Feuer und Naturereignisse ab. Mutwillige Sachbeschädigungen gehören grundsätzlich nicht zu diesen klassischen Risiken. Deshalb sind Vandalismusschäden häufig nicht automatisch versichert. Wenn du dein Haus zusätzlich gegen solche Risiken absichern möchtest, benötigst du in der Regel eine ergänzende Versicherungslösung. Je nach Versicherung können damit beispielsweise Schäden durch Graffiti, Tags, andere mutwillige Beschädigungen am Gebäude oder Einbruchschäden versichert werden. Dabei gelten oftmals bestimmte Entschädigungsgrenzen und Selbstbehalte.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eines Morgens entdeckst du, dass über Nacht das Logo eines Fussballclubs in grossen Buchstaben über deine gesamte Hausfassade gesprayt wurde. Die Reinigungsfirma veranschlagt mehrere tausend Franken. Ohne Zusatzdeckung trägst du die Kosten komplett selbst. Mit einer entsprechenden Versicherung übernimmt diese die Kosten oberhalb deines Selbstbehalts – der bei solchen Schäden in der Praxis meist zwischen 500 und 2000 Franken liegt. Kleinere Sprayereien bleiben oft trotzdem an dir hängen, grössere Schäden wie in diesem Beispiel werden dagegen von der Versicherung übernommen.

Was tun nach einem Vandalismusschaden?

Entdeckst du einen Vandalismusschaden an deinem Haus, solltest du zunächst den Schaden dokumentieren. Fotos aus verschiedenen Perspektiven helfen dabei, den Umfang festzuhalten. Anschliessend empfiehlt sich eine Meldung bei der Polizei. Die Anzeige kann für die Schadenabwicklung mit der Versicherung wichtig sein. Danach solltest du die Versicherung möglichst rasch informieren und das weitere Vorgehen abstimmen.

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Wie kannst du dein Haus besser schützen?

Einen hundertprozentigen Schutz vor Vandalismus gibt es nicht. Dennoch können einige Massnahmen das Risiko reduzieren.

  • Eine gute Beleuchtung rund ums Haus wirkt oft abschreckend. 
  • Auch gepflegte Aussenanlagen und gut sichtbare Eingangsbereiche können dazu beitragen, dass Vandalen weniger leicht unbemerkt handeln.
  • An besonders exponierten Standorten kann zudem eine widerstandsfähige Fassadenbeschichtung sinnvoll sein. 

Vorsorge ist günstiger als Reparieren

Vandalismus lässt sich nicht immer verhindern. Die finanziellen Folgen lassen sich jedoch deutlich reduzieren, wenn der Versicherungsschutz regelmässig überprüft wird. Gerade Eigentümerinnen und Eigentümer von Einfamilienhäusern oder Mehrfamilienhäusern sollten wissen, welche Schäden ihre bestehende Versicherung tatsächlich deckt und wo mögliche Lücken bestehen.

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