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Gebäudeversicherung: Der wichtigste Schutz für dein Wohneigentum

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Umgestürzter Baum beschädigt ein Wohngebäude nach einem Sturm.

Ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung gehört für viele Menschen zu den grössten Investitionen ihres Lebens. Umso wichtiger ist es, diese Investition gegen unerwartete Schäden abzusichern. Ein Brand, ein Sturm oder eine Überschwemmung können innerhalb weniger Stunden Schäden verursachen, deren Behebung mehrere zehntausend oder sogar mehrere hunderttausend Franken kostet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gebäudeversicherung schützt Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer vor den finanziellen Folgen von Feuer und Elementarschäden und übernimmt je nach Schaden die Kosten für Reparaturen oder den Wiederaufbau.
  • Feuer und Elementarschäden wie Brand, Sturm, Hagel oder Hochwasser gehören zu den häufigsten Ursachen für hohe Gebäudeschäden. In den meisten Kantonen ist eine Gebäudeversicherung deshalb obligatorisch.
  • Die Grunddeckung umfasst nicht alle Risiken. Je nach Wohnsituation können zusätzliche Versicherungen, etwa für Leitungswasserschäden, Glasbruch oder Erdbeben, sinnvoll sein.
  • Der Gebäudebegriff umfasst neben der Gebäudestruktur auch fest eingebaute Bestandteile wie Heizungen, Fenster oder Küchen. Bewegliche Gegenstände sind hingegen über die Hausratversicherung versichert.
  • Die Versicherungssumme sollte nach Umbauten oder wertsteigernden Renovationen regelmässig überprüft werden, damit im Schadenfall keine Unterversicherung entsteht.

Warum eine Gebäudeversicherung unverzichtbar ist

Naturereignisse und Feuer gehören zu den häufigsten Ursachen für schwere Gebäudeschäden in der Schweiz. Heftige Gewitter, Hagelzüge, Hochwasser oder starke Wintereinbrüche können Dächer, Fassaden und technische Anlagen beschädigen. Noch gravierender sind oft die Folgen eines Brandes oder einer Explosion.

Ohne Versicherungsschutz müsstest du die Kosten für Reparaturen oder den Wiederaufbau selbst tragen. Die Gebäudeversicherung bildet deshalb das Fundament des Versicherungsschutzes für Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer.

Welche Schäden deckt die Gebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung schützt in erster Linie vor Feuer- und Elementarschäden. Zu den versicherten Feuerschäden gehören unter anderem:

Versichert sind ausserdem Schäden durch Naturereignisse wie:

Je nach Schadenereignis übernimmt die Versicherung die Kosten für Reparaturen, Wiederherstellungsarbeiten oder – bei schweren Schäden – für den Wiederaufbau des Gebäudes.

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Was gilt als Gebäude?

Der Gebäudebegriff ist in der Versicherung breit definiert. Versichert ist nicht nur die eigentliche Gebäudestruktur, sondern auch zahlreiche fest mit dem Haus verbundene Bestandteile wie:

  • Türen und Tore
  • Fenster, Fensterläden und Storen
  • Treppen
  • Bodenbeläge
  • Heizungsanlagen
  • Lüftungs- und Klimaanlagen
  • Sanitärinstallationen
  • fest eingebaute Küchen
  • weitere fest mit dem Gebäude verbundene Einrichtungen

Nicht zum Gebäude gehören dagegen bewegliche Gegenstände wie Möbel, Kleidung oder Elektrogeräte. Diese werden über die Hausratversicherung abgesichert.

Ist die Gebäudeversicherung obligatorisch?

In den meisten Kantonen besteht eine Versicherungspflicht für Gebäude. Dort ist der Abschluss einer Gebäudeversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

In vielen Kantonen erfolgt die Versicherung über eine kantonale Gebäudeversicherung mit Monopolstellung. Eigentümerinnen und Eigentümer können den Versicherer dort nicht frei wählen.

Eine Ausnahme bilden die sogenannten GUSTAVO-Kantone: Genf, Uri, Schwyz, Tessin, Appenzell Innerrhoden, Wallis und Obwalden. In diesen Kantonen kannst du die Gebäudeversicherung bei privaten Versicherungsunternehmen abschliessen.

Auch in Kantonen ohne Versicherungspflicht empfiehlt sich der Abschluss einer Gebäudeversicherung dringend. Die finanziellen Folgen eines grösseren Schadenereignisses können existenzbedrohend sein.

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Reicht die Grunddeckung aus?

Die obligatorische Gebäudeversicherung deckt in erster Linie Feuer- und Elementarschäden. Weitere Risiken sind häufig nicht oder nur teilweise versichert. Je nach Wohnsituation können zusätzliche Deckungen sinnvoll sein. Dazu zählen beispielsweise:

Die Versicherungssumme regelmässig überprüfen

Damit im Schadenfall keine unangenehmen Überraschungen entstehen, solltest du die Versicherungssumme regelmässig überprüfen. Umbauten, Anbauten oder wertsteigernde Renovationen können dazu führen, dass das Gebäude heute deutlich mehr wert ist als zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses.

Zusammenfassend: Die Gebäudeversicherung gehört zu den wichtigsten Absicherungen für Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer. Sie schützt dich vor den finanziellen Folgen von Feuer- und Elementarschäden und sorgt dafür, dass ein schweres Schadenereignis nicht zur finanziellen Belastungsprobe wird. Ob obligatorisch oder freiwillig: Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt, sollte auf diesen Schutz nicht verzichten.

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