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Garten- und Umgebungsschäden versichern: Wer zahlt – und wo entstehen Lücken?

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Personen räumen nach einem Unwetter Äste und Schmutz im Garten eines Einfamilienhauses auf.

Ein starker Sturm hat ganze Arbeit geleistet: Bäume liegen quer, dein Gartenhaus ist beschädigt, mit den Erdbeeren wird es in dieser Saison nichts und auch die Gartenmöbel hat es erwischt. Solche Schäden können rasch mehrere tausend Franken ausmachen. Wir zeigen dir, welche Versicherung bei welchem Schaden im Garten und in der Gebäudeumgebung greift.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gebäudeversicherung deckt Schäden am Wohnhaus, etwa wenn ein Baum auf das Dach stürzt oder Hagel das Gebäude beschädigt. Für Schäden an Gartenanlagen oder Bepflanzungen kommt sie jedoch nicht auf.
  • Die Hausratversicherung übernimmt Schäden an beweglichen Gegenständen im Garten wie Gartenmöbeln oder Pflanzentöpfen. Fest installierte Elemente im Aussenbereich sind davon ausgeschlossen.
  • Die Umgebungsversicherung schliesst wichtige Versicherungslücken rund ums Haus. Sie deckt unter anderem Schäden an Gartenhäusern, Zäunen, Pergolen, Bepflanzungen und teilweise auch Wildtierschäden.
  • Bei Hagelschäden an Pflanzen greift weder die Gebäude- noch die Umgebungsversicherung. Für grössere Gärten oder Landwirtschaftsflächen kann eine separate Versicherung bei der Schweizer Hagel sinnvoll sein.

Welche Versicherung zahlt im Schadenfall?

Je nachdem, was beschädigt wird und wie der Schaden entsteht, sind verschiedene Versicherungen zuständig. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Fälle:

Beschädigung Ursache Versicherung
Wohnhaus Baum stürzt aufs Dach Gebäudeversicherung
Gartenmöbel, Töpfe, Pflanzen Umgestürzter Baum Hausratversicherung
Gartenhaus ohne festes Fundament, Gartenzaun Sturm, Feuer Umgebungsversicherung
Bepflanzung, Rasen, Beete Sturm, Überschwemmung, Wildtiere Umgebungsversicherung
Hagel am Gebäude Hagel Gebäudeversicherung
Hagelschäden an Pflanzen Hagel Schweizer Hagel 

Was die Hausratversicherung abdeckt

Fällt der Baum nicht aufs Haus, sondern auf deine Gartenmöbel oder die aufgereihten Pflanzentöpfe auf der Terrasse, ist das ein Fall für deine Hausratversicherung – sofern diese Gegenstände als bewegliches Mobiliar gelten. Für fest installierte oder bauliche Elemente im Garten gilt das jedoch nicht.

Ein Gartenhaus, das nicht auf einem festen Fundament steht, gilt je nach Versicherung weder als Teil des Gebäudes noch als Hausrat. Hier empfiehlt sich die Umgebungsversicherung.

Was die Gebäudeversicherung abdeckt

Die obligatorische Gebäudeversicherung greift, wenn ein Sturm einen Baum entwurzelt und dieser auf dein Zuhause fällt. Sie deckt auch Hagelschäden am Gebäude selbst. Was sie nicht deckt: Schäden an Bäumen, Sträuchern, Beeten, Gartenhäuschen, Zäunen oder anderen Umgebungselementen – selbst wenn der Schaden durch dasselbe Unwetter entstand.

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Die Umgebungsversicherung: Schutz für alles rund ums Haus

Die Umgebungsversicherung setzt dort an, wo Standardversicherungen aufhören. Sie deckt Feuer- und Elementarschäden an der Gebäudeumgebung und ist damit die sinnvolle Ergänzung für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit grösserem Umschwung.

Die Umgebungsversicherung deckt typischerweise folgende Schäden:

  • Sturmschäden an Gartenhäuschen, Geräteschuppen, Pergolen
  • Schäden an Zäunen, Mauern und anderen baulichen Elementen im Aussenbereich
  • Wiederherstellungskosten für Bepflanzung nach Elementarschäden
  • Hagelschäden an baulichen Umgebungselementen
  • Wildtierschäden: Maulwürfe, Wildschweine oder Dachse, die Rasen und Beete verwüsten

Nicht gedeckt sind in der Regel Hagelschäden an der Bepflanzung, Schäden durch normale Abnutzung oder mangelnde Pflege und Schäden an Gegenständen, die bereits durch deine Hausrat- oder Gebäudeversicherung gedeckt sind. 

Eine Umgebungsversicherung macht für dich vor allem Sinn, wenn dein Garten oder dein Umschwung einen gewissen Wert hat. Ab potenziellen Schadensbeträgen von mehreren Tausend Franken ist der Abschluss zu empfehlen.

Sonderfall Hagel: Wer zahlt bei Hagelschäden im Garten?

  • Hagelschäden am Gebäude: gedeckt über die obligatorische Gebäudeversicherung
  • Hagelschäden an baulichen Umgebungselementen: gedeckt über die Umgebungsversicherung
  • Hagelschäden an der Bepflanzung: hier kommt die Schweizer Hagel ins Spiel

Für grössere Gärten oder Landwirtschaftsflächen empfiehlt sich daher der Abschluss einer separaten Hagelversicherung bei der Schweizer Hagel

Wildtierschäden im Garten: Ein oft übersehenes Risiko

Maulwürfe, die ihre Gänge graben, Wildschweine auf Nahrungssuche oder Dachse, die Löcher buddeln können deinen Garten in eine unebene und zerwühlte Fläche verwandeln. Diese Wildtierschäden sind weder durch die Gebäude- noch durch die Hausratversicherung abgedeckt.  Auch hier kann eine Umgebungsversicherung sinnvoll sein, sofern sie dieses Risiko einschliesst.

Fazit: Kein Garten ohne Versicherungslücken

Zwischen Gebäude- und Hausratversicherung entstehen im Aussenbereich schnell Lücken – gerade bei baulichen Strukturen, Bepflanzungen und Wildtierschäden. Überprüfe deshalb, wie gross und wie wertvoll dein Garten oder Umschwung ist. 

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