Die Gebäudeversicherung: Schutz für Feuer und Elementar
Die obligatorische Gebäudeversicherung deckt haustechnische Anlagen nur bei Schäden durch Feuer und Elementarereignisse. Wenn also ein Blitzschlag die Steuereinheit der Wärmepumpe zerstört, wenn ein Brand die Heizungsanlage in Mitleidenschaft zieht oder wenn Hochwasser die Haustechnik im Keller unter Wasser setzt – dann ist die Gebäudeversicherung zuständig.
Die allermeisten Schadensfälle an haustechnischen Anlagen im Alltag liegen aber ausserhalb des Deckungsbereichs der Gebäudeversicherung. Hier kommt die Zusatzversicherung ins Spiel. Diese drei Ursachen sind weit häufiger als Feuer und Elementarereignisse:
Überspannung aus dem Stromnetz
Schwankungen im Stromnetz können empfindliche Steuerelektronik in Wärmepumpen, Klimaanlagen oder Photovoltaikwechselrichtern dauerhaft beschädigen. Wenn dafür kein Blitzschlag verantwortlich ist, handelt es sich auch nicht um einen Elementarschaden und ist damit von der Gebäudeversicherung nicht gedeckt.
Konstruktions- und Materialfehler
Technische Anlagen können durch Fehler in der Konstruktion oder durch mangelhafte Materialien ausfallen. In solchen Fällen übernimmt weder die Gebäudeversicherung noch die Hausratversicherung den Schaden.
Tierschäden
Marder, Mäuse oder Ratten, die sich in Elektroverteilerkästen oder Leitungsschächte vorarbeiten, können Kurzschlüsse und Folgeschäden verursachen, welche die obligatorische Gebäudeversicherung nicht abgedeckt.
Eine Gebäudetechnikversicherung schliesst genau die Lücken, die die Gebäudeversicherung offenlässt.