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Schädlinge im Haus: Der komplette Ratgeber

Im Überblick
Typische Schädlinge im Haus wie Fliegen, Ameisen und Mäuse.

Von Fliegen über Ratten bis zu den kaum sichtbaren Hausmilben haben wir es mit einer Vielzahl von Insekten im Haus zu tun. Während die einen in erster Linie die Nerven strapazieren oder unappetitlich sind, richten andere Schäden an Gebäuden an oder gefährden die Gesundheit. In diesem Guide erfährst du, welche Hausschädlinge es gibt, wie du sie erkennst, bekämpfst und wie du vorbeugst.

Schädlinge erkennen und vorbeugen

Interview zum schädlingsfreien Zuhause 

Ob Küche, Kleiderschrank oder Dachboden – ungebetene Gäste können Nerven und Bausubstanz strapazieren. Jean-Martin Fierz von der Desinfecta AG erklärt, welche Schädlinge besonders häufig auftreten, wie man sie erkennt und wann man selbst handeln kann – oder Profis braucht.
Lies im Interview alles Wichtige zum schädlingsfreien Zuhause.

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Hausschädlinge erkennen

Wenn du bei dir zuhause einen Befall durch Schädlinge feststellst, aber nicht sicher bist, um was es sich genau handelt, kannst du dich anhand von Erkennungsbildern informieren. Wir informieren dich über alle möglichen Insektenarten, die du in oder um deine eigenen vier Wände antreffen kannst.

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Holzschädlinge erkennen und bekämpfen

Frischholzinsekten (z.B. Borkenkäfer) befallen das Holz des lebenden Baumes oder das saftfrische Rund- und Schnittholz, Faulholzinsekten vor allem altes und mehr oder weniger morsches Holz. Beide Arten sind als Schädlinge an verarbeitetem Holz unbedeutend. Von grosser wirtschaftlicher Bedeutung sind dagegen die Trockenholzinsekten. Bei den hier herrschenden klimatischen Bedingungen sind es vor allem die Larven der Holzkäfer, die grosse Schäden an verbautem Holz verursachen.
Wir zeigen dir, wie du Holzschädlinge erkennst und bekämpfst.

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Fliegende Insekten bekämpfen

Fliegen bekämpfen

Fliegen sind uns aus verschiedenen Gründen unangenehm. Nicht nur, dass sie uns mit ihrem Herumschwirren und Surren auf die Nerven gehen. Es ist eklig und unhygienisch, wenn sie sich auf allem Essbaren niederlassen. Und mit Fliegendreck verkotete Fenster und Türen zu putzen, ist keine schöne Angelegenheit. Weil sie sich rasch fortpflanzen und reichlich Nachwuchs produzieren, kommen Fliegen meist auch in grosser Zahl vor. Gerade in ländlichen Gegenden ist ihnen kaum beizukommen. Nicht umsonst hat sich um die Bekämpfung von Fliegen die reinste Industrie entwickelt.
Wir zeigen dir Mittel und Massnahmen auf, mit denen du dich gegen Fliegen zu Wehr setzen kannst.

Fruchtfliegen loswerden

Nicht nur Früchte ziehen die Obstfliegen an, auch Kompost, Müll, offene Weinflaschen oder auf den Abwasch wartendes Geschirr können sie nicht widerstehen. Gestärkt und voller Energie legen die nur wenige Millimeter grossen Fruchtfliegen täglich bis zu 400 Eier und werden so schnell zur Plage. Was tun?
Es gibt viele verschiedene Methoden, wie du Fruchtfliegen bekämpfen kannst. Am einfachsten ist es, wenn die Fruchtfliegen gar nicht erst Witterung aufnehmen.

Wespen fernhalten

Im Sommer sind Wespen stets zur Stelle, sobald draussen Essen aufgetischt wird. Angelockt von Zucker und Eiweiss in Form von Kuchen, Glace oder grilliertem Fleisch haben Wespen das Potenzial, jede Gartenparty zu ruinieren. Gravierender als ein paar Wespen am Esstisch ist aber ein ganzes Wespennest zu nahe am Menschen. Für die Entfernung und Umsiedlung eines Wespennests ist es ratsam, eine Fachperson zu beauftragen. Dies kann eine Kammerjägerin, ein Kammerjäger oder eine Schädlingsbekämpfungsfirma sein.
Für Ruhe am Esstisch kannst du mit unseren Tipps gegen Wespen sorgen.

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Hornissen vertreiben

Hornissen lösen meist Ängste aus. Doch sie sind sehr friedfertige und nützliche Tiere, die sich im Garten auf die Jagd nach Fliegen oder Bremsen machen. Es sind allerlei Insekten, mit denen die Larven der Hornissen gefüttert werden. So werden die grossen, rötlichbraun und gelb gestreift Brummer zu einem wichtigen Nützling im Garten. Hornissen sind schützenswerte Tiere. Es gilt sie nur sehr behutsam zu vertreiben.
Wir stellen dir den emsigen Nützling vor und geben dir wertvolle Tipps, Hornissen aus dem Haus oder auf der Terrasse fernzuhalten.

Mücken fernhalten

Wie Wespen sind auch Stechmücken eine Plage, wenn man einen lauen Sommerabend im Garten geniessen will. Dazu rauben sie einem dann auch noch gleich den Schlaf. Die Stechmücken spielen für das Ökosystem jedoch eine sehr wichtige Rolle, denn sie und ihre Larven sind Nahrung für andere Tiere wie Spinnen, Fische, Libellen oder Vögel.
Deshalb geht es weniger darum, sie zu töten, als vielmehr Mücken fernzuhalten. Unsere Tipps helfen dir dabei.

Tigermücken

Die Asiatische Tigermücke ist eine invasive und sehr aggressive Stechmücke, die sich stark verbreitet. Ein Stich des aus Südostasien eingeschleppten Insekts kann für Mensch und Tier sehr gefährlich sein, denn es kann Krankheiten wie zum Beispiel das Dengue- und Chikungunyafieber oder das Zikavirus übertragen. Ausserdem sind die Stiche  schmerzhafter als die der einheimischen Mücke und können grössere rote Flecken verursachen. Zudem lösen sie nicht selten allergische Reaktionen aus.
Wir helfen dir, einem Befall durch Tigermücken vorzubeugen und sie zu bekämpfen.

Insekten, Parasiten und Spinnentiere

Ameisen bekämpfen

Ameisen sind für die Natur zwar ein Segen, indem sie die Erde auflockern und den Boden mit Dünger versorgen, aber im Haus sind sie nicht willkommen. Gerade in der warmen Jahreszeit laden offene Türen und Fenster die Insekten ein, in Wohnungen auf Nahrungssuche zu gehen.
Wir geben dir 8 Tipps, um Ameisen wirksam zu bekämpfen.

Schädlinge in Lebensmitteln

Schädlinge in Lebensmitteln sind eklig, lästig und können die Gesundheit gefährden. Lebende oder tote Insekten in den Lebensmitteln selbst oder auf den Schrankregalen, Fressschäden in Form von kleinen Löchern an den Lebensmitteln oder deren Verpackung und auf denen du die Lebensmittel lagerst sowie Veränderungen an den Lebensmitteln, wie Verklumpungen, Verfärbungen, krümelige Konsistenz, merkwürdiger Geruch oder bitterer Geschmack deuten auf einen Schädlings-Befall hin. 
Doch es gibt Wege, diesen zu vermeiden oder wieder zu einer schädlingsfreien Küche zu gelangen.

Bettwanzen
Schädlinge in Lebensmitteln sind eklig, lästig und können die Gesundheit gefährden.

Lebensmittelmotten bekämpfen

Lebensmittelmotten sind eine verbreitete Plage in vielen Haushalten: Sie nisten sich unbemerkt in Vorratsschränken ein und befallen bevorzugt Getreideprodukte wie Mehl, Haferflocken und Reis.
Mit den richtigen Massnahmen und gezielter Prävention lassen sich Lebensmittelmotten nachhaltig bekämpfen.

Kleidermotten erkennen und nachhaltig bekämpfen

Kleidermotten sind oft unbemerkt im Schrank aktiv, bis die ersten Löcher in den Lieblingsstücken auftauchen. Doch keine Sorge: Mit den richtigen Schritten kannst du die Schädlinge schnell wieder loswerden.
Hier erfährst du, wie du Kleidermotten erkennen, bekämpfen und einen erneuten Befall verhindern kannst.

Milben im Haus: Was tun?

Hausstaubmilben zählen zu den Spinnentieren und ernähren sich vorzugsweise von menschlichen und tierischen Hautschuppen. Nirgendwo sind diese Hautschuppen in grösserer Anzahl vorhanden als im Bett, in dem wir uns rund ein Drittel unseres Lebens aufhalten, es schön warm ist und Hausstaubmilben auch die für ihr Gedeihen notwendige, relativ hohe Luftfeuchtigkeit vorfinden. Kein Wunder also, finden sich auf Matratze, Kopfkissen, Duvets und Bettbezügen hunderttausende der Winzlinge. Es sind allerdings nicht die Milben selbst, die allergische Reaktionen wie Schnupfen, Niesanfälle oder Juckreiz auslösen, sondern ihr Kot. 
Hausstaubmilben wieder loszuwerden ist nicht einfach, aber wir haben einige Tipps für dich.

Spinnen loswerden

Spinnen spielen im Haushalt der Natur eine wichtige Rolle, gehören sie doch zu den grössten Vertilgern von Insekten. Nichtsdestotrotz, bei den meisten Menschen verbreiten Spinnen Ekel und Unbehagen. Wo man sie sicher nicht will, ist in den eigenen vier Wänden. Nachfolgend sagen wir dir, wie du Spinnen loswirst – oder sie am besten gar nicht in Haus lässt.

Im Umgang mit Spinnen lassen sich Menschen nur selten von der Wissenschaft leiten. Es sind Mythen, die weitergegeben werden, die Angst schüren und sogar eine Arachnophobie auslösen können, die weltweit am weitesten verbreitete spezifische Phobie oder Angststörung. Dabei: Zumindest hierzulande sind Spinnen ungefährlich. Sie legen ihre Eier nicht in der menschlichen Haut ab, wir verschlucken keine Spinnen im Schlaf und sie krabbeln in der Regel auch nicht wieder aus dem Staubsauger. Und auch nur bei wenigen Spinnenarten frisst das Weibchen nach der Paarung das Männchen wirklich.

Richtig ist hingegen, dass Spinnen eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen, denn sie gehören zu den grössten Insektenfressern überhaupt und bewahren uns beispielsweise im Sommer vor (noch) mehr Fliegen und Mücken oder auch von Milben und Motten.

Spinnen lebend entfernen

Wer die eigenen vier Wände nicht mit Spinnen teilen will, sollte sie deshalb auf einfache Art lebend aus dem Haus befördern. Die einfachste Methode ist, ein Glas über die Spinne stülpen und ein Stück Papier oder Karton über die Öffnung zu schieben. Dann kann sie wieder in der Natur ausgesetzt werden. Im Handel gibt es sogenannte Spinnenfänger aus Plastik, die nach dem Glas/Papier-Prinzip funktionieren. Sie haben zum Teil auch einen ausfahrbaren Griff, damit man der Spinne nicht zu nahekommen muss.

Spinnen von Innenräumen fernhalten

Doch in Anbetracht des Unbehagens, den Spinnen bei vielen Menschen hervorrufen, möchten wir die Tiere gar nicht erst ins Haus oder in die Wohnung lassen. Für dieses Vorhaben empfehlen sich folgende Massnahmen:

  1. Fenstergitter montieren
  2. Sauberkeit halten
  3. Duftstoffe verwenden
  4. Anti-Spinnen-Spray einsetzen

Zeckenschutz

Zecken bergen ein Gefahrenpotenzial für Menschen. 25 bis 50% der Zecken sind Träger von Bakterien wie Borrelien und Viren. Mit einem kleinen, meist nicht spürbaren Stich können sie gefährliche Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Zecken gibt es weltweit und auch in der Schweiz sind sie in allen Landesteilen verbreitet. In tieferen Lagen sind Zecken viel häufiger als in höheren. Da sich die Spinnentiere aber in gemässigtem Klima am wohlsten fühlen, begünstigt die Klimaerwärmung ihre Ausbreitung. Und so werden Zecken denn auch in immer höheren Lagen registriert.

Hierzulande am häufigsten zu finden ist die Schildzecke, auch Holzbock genannt. Ihr bevorzugter Lebensraum sind mittelgradig feuchte Stellen in Laub- und Mischwäldern mit üppigem Unterholz, verstrauchte und vergraste Waldränder, Waldlichtungen und Waldwege, sowie Hecken und hohes Gras- und Buschland. Zecken sitzen auf niedrig wachsenden Pflanzen (bis max. 1,5 m), warten auf einen vorübergehenden sogenannten Wirt – Menschen, Hunde, Katzen etc. – lassen sich von diesem abstreifen und heften sich an ihn.

Deshalb ist es sehr wichtig, sich gegen Zecken zu schützen. Die sicherste Variante ist natürlich, den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz gänzlich zu meiden. Ist dies nicht möglich oder man ist nicht gewillt zu verzichten, empfehlen sich verschiedene Schutzmassnahmen:

  • Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen tragen.
  • Socken über die Hosenbeine ziehen.
  • Helle statt dunkler Kleidung tragen, da man Zecken darauf besser erkennt.
  • Insekten- und Zeckenschutzmittel auftragen. Sie wirken aber nur eine beschränkte Zeit und sind kein sicherer Schutz.
  • Nach einem Aufenthalt in Risikogebieten sollte der ganze Körper abgesucht werden, speziell unter den Armen, in den Kniekehlen, in den Armbeugen, am Hals, im Nacken, hinter den Ohren, auf dem Kopf und in der Schamgegend.
  • Besonders zu achten ist auf kleine Larven und Nymphen. Sie sind sehr klein, hellbraun und gleichen einer Sommersprosse.
  • Auch die Kleider nach Zecken absuchen oder noch besser: Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien waschen.
  • Hunde und Katzen gehören zu den von Zecken am häufigsten missbrauchten Wirten. Wirksamen Schutz bieten mittlerweile eine Vielzahl Gegenmittel.

Zecke rasch entfernen und Stichstelle gut beobachten

Wird man trotzdem von einer Zecke gestochen, muss sie möglichst rasch entfernt werden, da dadurch das Risiko einer Übertragung der Krankheitserreger verringert werden kann. Es gibt unzählige Geheimtipps zur Zeckenentfernung, doch meist schaden Methoden wie Betröpfeln mit Öl oder Leim, Abbrennen oder Drehen mehr als sie nützen. Am besten werden Zecken mit einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte entfernt. Anschliessend ist die Stichstelle gut zu desinfizieren und in den folgenden Tagen und Wochen gut zu beobachten. Treten Rötungen, Schwindel, Übelkeit, Gelenk- oder Kopfschmerzen oder grippeähnliche Symptome auf, sollte die Hausärztin oder der Hausarzt konsultiert werden.

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Grössere Schädlinge und Wildtiere

Mäuse bekämpfen

Da Mäuse nachtaktiv und scheu sind, bekommen wir sie nur selten zu sehen. Meistens sind es denn auch aufgeknabberte Vorratsbehälter, die dir einen eindeutigen Hinweis liefern, dass sich im Haus Mäuse befinden müssen. Weitere eindeutige  Anzeichen sind Mäusekot, ein starker Geruch nach Mäuse-Urin, nächtliche Geräusche auf dem Dachboden oder Nagespuren an Holzmöbeln, Styroporverkleidungen, Kabeln oder am im Keller gelagerten Altpapier.
Lies hier, wie man Mäuse wirksam bekämpft.

Ratten loswerden

Wild lebende Ratten haben wie Mäuse im Innern von Gebäuden nichts zu suchen. Die intelligenten und anpassungsfähigen Nager haben es in erster Linie auf Lebensmittel abgesehen. Doch das muss nicht sein. Es gibt viele Möglichkeiten, dass Ratten nicht angelockt werden.
Ausserdem gibt es zahlreiche Methoden, Ratten wieder loszuwerden.

Marder vertreiben

Lärm, Gestank, Sachbeschädigungen – so niedlich anzusehen sie sind, so haben Marder doch ein grosses Ärgernispotenzial. Scheunen, Speichern und Abstellräume sind für den Steinmarder, auch Dach- oder Wohnmarder genannt, geeignete Schlupfwinkel. Nebst Abwehrsystemen ist Vorbeugen eine Möglichkeit, dein Haus marderfrei zu halten. Dies nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch, denn Marder sind anspruchslose und anpassungsfähige Tiere. 
Wie du einen Marder vertreiben kannst, zeigen wir dir hier.

Tauben fernhalten

Egal, ob in der Stadt, am See oder im Garten ­– Tauben können zur Plage werden. Das kommt nicht von ungefähr: Auch schon mal als «Flugratte» bezeichnet, produzieren Tauben Unmengen an Kot. Wegen der möglichen Übertragung von Krankheiten ist dies einerseits ein hygienisches Problem, andererseits entstehen aber auch Schäden an Gebäuden. Denn der Taubenkot wirkt durch die enthaltene Salpetersäure hochgradig ätzend.
Wir zeigen dir, wie Menschen und Bauwerke vor Beeinträchtigungen durch Tauben geschützt werden können.

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