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Gerüche im Haushalt neutralisieren: Was wirklich hilft

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Frau hält sich wegen eines unangenehmen Geruchs in einer Wohnung die Nase zu.

Wenn es aus dem Abfluss müffelt, die Spülmaschine stinkt oder sich in Polstermöbeln ein modriger Geruch festsetzt, ist schnelle Hilfe gefragt. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du einen unangenehmen Geruch neutralisieren und schlechte Gerüche in der Wohnung dauerhaft loswerden kannst – mit Hausmitteln statt Chemie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gerüche neutralisieren gelingt am besten, wenn du zuerst die Ursache findest und gezielt beseitigst. Hausmittel wie Essig, Natron oder Kaffee sind meist wirksamer als Raumsprays, die Gerüche nur überdecken.
  • Hausmittel helfen gegen schlechte Gerüche in vielen Bereichen des Haushalts, etwa im Kühlschrank, Geschirrspüler, Abfluss oder bei Textilien. Regelmässige Reinigung und gutes Lüften beugen unangenehmen Gerüchen dauerhaft vor.
  • Waschmaschine und Tumbler sollten regelmässig gereinigt werden, damit sich keine Bakterien, Kalk oder Fusseln ansammeln. Das verbessert die Hygiene, verlängert die Lebensdauer der Geräte und kann beim Tumbler sogar das Brandrisiko senken.
  • Geschirrspüler riechen häufig wegen Essensresten in Sieb, Filter oder Dichtungen. Eine gründliche Reinigung sowie regelmässige Heissprogramme helfen, Gerüche langfristig zu vermeiden.
  • Professionelle Geruchsneutralisation kann sinnvoll sein, wenn Hausmittel nicht mehr ausreichen oder die Geruchsquelle nicht gefunden wird. Fachpersonen setzen je nach Ursache spezielle Verfahren wie Ozonisierung oder Ionisierung ein.

Geruchsquellen erkennen und Gerüche neutralisieren

Wer unangenehme Gerüche neutralisieren möchte, sollte zuerst die Ursache aufspüren. Häufig lässt sich der Übeltäter schnell finden und gezielt beseitigen. Dabei gilt ein einfacher Grundsatz: Gerüche zu neutralisieren oder zu binden ist besser, als sie zu überdecken. Künstliche Raumerfrischer sind deshalb meist keine Lösung – sie überdecken den Geruch nur kurzfristig, statt ihn zu beseitigen. Hausmittel hingegen können schlechte Gerüche oft sehr effizient neutralisieren.

Hausmittel gegen schlechte Gerüche

  • Essig: Essig bindet Gerüche effektiv. Mische ihn im Verhältnis 1:2 mit Wasser, stelle das Gefäss in den Raum und lasse den Essig seine Wirkung entfalten. Da Essig intensiv riecht, aber doch flüchtig ist, sollte der betreffende Raum nach der Anwendung gut durchlüftet werden. Anstelle von Essig kann auch Zitronensaft verwendet werden.
  • Kaffee: Gib frisch gemahlenen Bohnenkaffee oder besser noch getrockneten Kaffeesatz in einen oder mehrere Teller und lasse diese im Raum stehen, bis der Geruch abgeklungen ist. Der Vorteil: Kaffee überdeckt keinen Geruch, sondern nimmt ihn auf. Deshalb kommt er auch in Parfümerien zum Einsatz, um die Nase zu «resetten».
  • Gewürzsud: Werden stark riechende Speisen wie Käsefondue, Raclette oder Knoblauch zubereitet, kann der Geruch danach mit Gewürzen beseitigt werden. Koche einen Sud aus Zimt, Nelken und Anis auf und lasse ihn auf dem Herd verdampfen. Das vertreibt selbst hartnäckige Kochgerüche.
  • Katzenstreu: Sportlerinnen und Sportler wissen, dass sich der Mief von Sportschuhen und in der Folge auch im Schrank durch Katzenstreu neutralisieren lässt. Gib das Katzenstreu direkt in die Schuhe oder streue es im Schrank aus. Nach ein paar Tagen ist der Geruch weg und du kannst das Katzenstreu wieder entfernen.
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Gerüche aus Textilien und Möbeln entfernen

Textilien wie Vorhänge, Teppiche oder Sofas nehmen schnell unangenehme Gerüche auf, besonders in Haushalten mit Tieren. Hier hilft nur regelmässiges Reinigen.

  • Vorhänge reinigen: Manche Vorhänge können in der Waschmaschine gewaschen werden, andere erfordern eine professionelle Reinigung. Die Pflegeanleitung gibt Auskunft darüber.
  • Teppiche geruchsfrei machen: Mit dem Staubsauger lässt sich oberflächlicher Schmutz entfernen. Falls der Teppich jedoch zu riechen beginnt, solltest du ihm eine Kur mit einem Waschsauger gönnen. Solche Geräte lassen sich bei Baumärkten mieten.
  • Gerüche aus Polstermöbeln entfernen: Waschbare Bezüge solltest du gelegentlich in die Waschmaschine geben. Für nicht waschbare Bezüge eignet sich ein selbst gemachter Natron-Spray. Er neutralisiert Gerüche zuverlässig, ganz ohne Duftstoffe.
  • Tiergerüche aus Hundedecken und Katzenplätzen entfernen: Gerade bei Haustieren entstehen schnell schlechte Gerüche in der Wohnung. Befreie die Decken regelmässig mit einem Schaber vom Grossteil der Tierhaare. Die letzten Haare bringst du mit dem Staubsauger weg. Danach gib die Decken in die Waschmaschine. Benutze ein umweltfreundliches, möglichst geruchsneutrales Waschmittel und keinen Weichspüler. Auf diese Weise lässt sich Tiergeruch neutralisieren, bevor er sich festsetzt.

Gerüche in Küche und Bad beseitigen

Unangenehme Gerüche entstehen in Küche und Bad häufig durch Lebensmittelreste, Feuchtigkeit oder Ablagerungen. Mit regelmässiger Reinigung und einfachen Hausmitteln lassen sich viele Geruchsquellen dauerhaft beseitigen.

Kühlschrank geruchsfrei halten

Im Kühlschrank sind unangenehme Gerüche keine Seltenheit. Ursache sind meist verdorbene Lebensmittel oder offen aufbewahrte Essensreste.

  • Entsorge den Übeltäter und reinige das Regal mit Wasser, dem du entweder Essig oder Zitronensaft beigibst.
  • Alternativ kannst du deinem Kühlschrank auch eine Kaffeepause verordnen und deinen Kaffeesatz über Nacht darin stehen lassen.
  • Damit der Geruch im Kühlschrank gar nicht erst entsteht, lohnt sich eine regelmässige Reinigung und gute Vorratshygiene. Packe Essensreste in Glas- oder Tupperware-Behälter mit Deckel ab und entsorge Lebensmittel, sobald sie nicht mehr geniessbar sind.

Müllgeruch vermeiden und neutralisieren

Offene Müllbehälter sind eine häufige Ursache für schlechte Gerüche in der Wohnung. Wer den Geruch neutralisieren möchte, sollte den Abfallsack rausstellen und den Behälter reinigen. Um weiteren Duftattacken vorzubeugen, benutze einen Abfalleimer mit Deckel oder lasse deinen Abfallsack zugeschnürt. Entsorge deinen Abfall frühzeitig, gerade im Sommer. In dieser Zeit kann es sinnvoll sein, auf eine kleinere Sackgrösse umzusteigen. Falls du Gemüsereste in einem Komposteimer sammelst, leere ihn häufig. Lebensmittel beginnen so weniger schnell zu faulen.

Gestank aus dem Geschirrspüler beseitigen

Beginnt es aus dem Geschirrspüler unangenehm zu riechen, sind oft Essensreste die Ursache. Häufig sammeln sie sich im Sieb, im Filter oder an den Türdichtungen. Reinige diese Bereiche regelmässig und lasse den Geschirrspüler gelegentlich mit einem Heissprogramm laufen. So lassen sich schlechte Gerüche meist dauerhaft vermeiden.

Unangenehme Gerüche im Bad entfernen

Du brauchst dein WC nicht mit Raumspray zu parfümieren, wenn du dort dein grosses Geschäft verrichtest. Zünde einfach ein Zündhölzchen an, und der Gestank ist weg. Beim Händewaschen halte das Zündhölzchen unter das kalte Wasser, so ist auch die Brandgefahr gebannt.

Modergeruch aus dem Abfluss beseitigen

Gerüche aus dem Abfluss wirst du am einfachsten los, indem du einige Esslöffel Backpulver oder Natron in den Abfluss gibst und sofort eine Tasse Essig nachschüttest. Sobald die Mischung nicht mehr blubbert, spüle mit heissem Wasser nach. Zur Vorbeugung hilft es, regelmässig den Abfluss zu reinigen und gegebenenfalls mit einer Saugglocke nachzuhelfen. Diese Tricks reichen in den meisten Fällen aus, damit der Abfluss frei bleibt.

Erst bei stärkeren Verstopfungen wird der Griff zu chemischen Mitteln nötig. Achte darauf, dass beim Prozedere keine Kinder oder Haustiere in der Nähe sind. Öffne das Fenster und trage Brille, Maske und Handschuhe, denn die Produkte sind stark reizend. Spüle gründlich nach.

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Waschmaschine und Tumbler reinigen

Waschmaschine und Tumbler sollten regelmässig gereinigt werden. So verhinderst du unangenehme Gerüche, verlängerst die Lebensdauer der Geräte und reduzierst beim Tumbler zusätzlich das Brandrisiko.

Waschmaschine reinigen

Dass man eine Waschmaschine reinigen muss, mag auf den ersten Blick unlogisch klingen. Aber bei jedem Waschgang bleiben Haare, Fussel, Kalk sowie Rückstände von Weichspülern und Waschmitteln in der Waschmaschine zurück. Bei Waschgängen mit niedrigen Temperaturen, die Energie sparen und die Kleidung schonen, werden diese Rückstände nicht aufgelöst. Weil sie Bakterien enthalten, kann dies zu schlechten Gerüchen führen. Die Kalkablagerungen verringern überdies die Waschleistung und die Lebensdauer der Waschmaschine. Reinige deine Waschmaschine deshalb alle drei bis vier Monate oder öfter, falls schlechte Düfte auftauchen.

  • Im Leerlauf waschen: Bakterien und Keime sterben nur bei hohen Temperaturen ab. In Zeiten der Energiesparprogramme ist deshalb ein gelegentlicher Leergang nötig. Lass deine Waschmaschine bei 95 °C ohne Zugabe von Waschmitteln, Weichspülern und Kleidungsstücken laufen. Falls du auf Nummer sicher gehen willst, gib beim Leerlauf Folgendes hinzu: entweder ein bis zwei Geschirrspül-Tabs oder fünf bis sieben Esslöffel Zitronensäure in die Trommel oder 50 Gramm Natron oder Soda ins Waschmittelfach. Danach ist das Trommelinnere bis auf die hinterste Ecke keimfrei.
  • Entkalken: Ist dein Wasser sehr hart und die Waschmaschine verkalkt, nutze einen Entkalker. Lass dabei die Waschmaschine im Leergang bei 40 °C laufen. Verwende das Programm mit der längsten Dauer. Ersetze den Entkalker nicht mit Essig.
  • Das Flusensieb reinigen: Die Reinigung des Flusensiebs, auch Filter genannt, ist der unangenehmste Schritt, denn aller Vorsichtsmassnahmen zum Trotz läuft so gut wie immer Wasser aus. Reinige das Flusensieb nicht direkt im Anschluss an einen Waschgang, da du dich dabei verbrühen könntest. 
    • Nimm eine flache Schale, zum Beispiel einen Campingteller, nicht aber deinen Lieblings-Dessertteller aus Porzellan, und einen Lappen.
    • Lege den Lappen griffbereit hin und halte die Schale direkt unter den Deckel des Flusensiebs beziehungsweise Filters. Dieses befindet sich unter der Trommel.
    • Öffne den Deckel des Flusensiebs und fange mit der Schale das herauslaufende Wasser auf. Was daneben geht, wische mit dem Lappen auf.
    • Entferne das Flusensieb. Bürste es unter fliessendem Wasser, bis alle Fusseln entfernt sind und das Sieb sauber ist.
    • Reinige den Innenraum, in dem das Flusensieb angebracht ist, mit einem Reinigungslappen.
  • Die Gummidichtung reinigen: Diesen Schritt führst du am besten nach jedem Waschgang aus, mindestens aber alle ein bis zwei Monate. Entferne mit gutem Haushaltpapier oder einem Lappen alle Haare und Fusseln in der Gummidichtung rund um die Türöffnung der Waschmaschine und sauge das Wasser auf, das sich in der Gummidichtung angesammelt hat. Reinige die Gummidichtung anschliessend mit einem feuchten Mikrofasertuch. Falls nötig, gib dem Putzwasser etwas Geschirrspülmittel hinzu. Verzichte auf Essig, denn dieser kann die Gummidichtung porös machen. Dasselbe kann passieren, wenn Zitronensäure zu häufig oder in zu hoher Konzentration eingesetzt wird. Zum Schluss trockne die Gummidichtung.
  • Die Waschmittelschublade reinigen: Die Waschmittelschublade ist oft schmierig, weil sich dort Rückstände von Waschmitteln und Weichspülern festsetzen. Nimm die Schublade heraus und reinige sie gründlich mit einem Lappen und warmem Wasser, dem du etwas Essig oder Allzweckreiniger beigemengt hast. Wenn die Waschmittelschublade sauber ist, spüle sie im Lavabo oder in der Dusche aus. Reibe sie trocken und setze sie wieder ein.
  • Die Aussenseite der Waschmaschine reinigen: Nicht nur das Innere der Waschmaschine wird schmutzig. Auch auf der Aussenseite, insbesondere an der Tür, setzt sich Staub und weiterer Schmutz an. Reinige deshalb auch die Aussenseiten sowie die Innentür mit einem feuchten Tuch.

Tumbler reinigen und Brandrisiko senken

  • Schalte den Tumbler, auch Trockner genannt, aus und nimm die Wäsche heraus. Warte rund 30 Minuten, bevor du mit den weiteren Schritten fortfährst.
  • Im Flusensieb bleibt nach jeder Trocknung eine ganze Menge Fusseln hängen. Nimm es deshalb nach jedem Durchgang heraus und befreie es von allen Rückständen. Entferne das Gröbste von Hand, danach spüle das Sieb unter fliessendem Wasser aus.
  • Entleere den Kondenswasserbehälter.
  • Im Wärmetauscher unten im Tumbler sammeln sich ebenfalls Fusseln und Haare an. Öffne die Wartungsklappe, entferne die Abdeckung des Wärmetauschers und nimm die Filtermatte heraus. Spüle die Matte unter fliessendem Wasser, ohne Zugabe von Reinigungsmitteln, aus. Ist sie stark verschmutzt, reinige sie vorher vorsichtig mit dem Staubsauger. Presse das Wasser sachte aus, lasse die Matte trocknen und setze alles wieder ein.
  • Reinige das Trommelinnere und das Äussere des Tumblers mit einem feuchten Tuch.
    Die regelmässige Reinigung des Tumblers ist nicht nur hygienisch sinnvoll, sondern kann auch Brände verhindern. Die Kombination aus Hitze und Fusseln macht Tumbler zu den gefährlichsten Elektrogeräten im Haushalt.
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Wann professionelle Geruchsneutralisation sinnvoll ist

Wenn sich schlechte Gerüche trotz gründlicher Reinigung und bewährter Hausmittel nicht beseitigen lassen oder die Ursache unklar bleibt, kann eine professionelle Geruchsneutralisation sinnvoll sein. Fachpersonen verfügen über spezielle Verfahren, um Geruchsquellen zu lokalisieren und dauerhaft zu beseitigen.

Verfahren zur professionellen Geruchsneutralisation

Hilft alles nichts gegen schlechte Gerüche, solltest du eine professionelle Neutralisierung in Erwägung ziehen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn aus deinem Geschirrspüler aller Gegenmassnahmen zum Trotz immer noch üble Gerüche strömen. In diesem Fall liegt das Problem vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes tiefer. Möglicherweise ist etwas falsch angeschlossen worden oder an einem tieferen Punkt sammelt sich Restwasser, was zu den unangenehmen Gerüchen führt.

Die Fachleute verfügen einerseits über eine grössere Palette an Behandlungsmöglichkeiten, andererseits sind sie auch besser in der Lage, den Ausgangsort übler Gerüche ausfindig zu machen. Ist dieser eruiert, so können je nach Art und Intensität des Geruchs verschiedene Techniken zur Anwendung kommen:

  • Ozonisierung mittels Generatoren
  • Kaltnebelverfahren (Fogging) mit Oxidationsmitteln
  • Ionisierung mittels Plasmafeld-Ionisatoren
  • Luftreinigungsgeräte
  • Das Ziel ist dabei immer dasselbe: Die Geruchsmoleküle müssen auf die eine oder andere Weise neutralisiert und beseitigt werden.

Ozon nur durch Fachpersonen einsetzen

Vielfach erfolgt die professionelle Geruchsneutralisation durch eine Kombination verschiedener Techniken. Das hochwirksame Ozon gilt dabei immer als «Ultima Ratio». Da es sich bei Ozon in hoher Konzentration um ein giftiges Gas handelt, sollten diese Geräte ausschliesslich von Fachpersonen bedient werden. Ein Nebeneffekt des Ozons ist übrigens, dass während der Behandlung auch sämtliche Keime in einem Raum abgetötet werden.

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