Wie funktioniert die Kostenplanung?
Die wichtigsten Vorteile eines Baukostenplans BKP sind: Der Investitionsaufwand wird nach Unternehmer- und Bauteilarten gegliedert und für die Ausschreibung von Unternehmeraufträgen nach einheitlichen Branchenregeln strukturiert. So schafft ein BKP zum einen Ordnung für die Planungsphase. Zum anderen hilft der Baukostenplan, die Übersicht in der Baubuchhaltung zu behalten.
Die Kosten eines Projekts sind dazu phasengerecht zu ermitteln; zu empfehlen ist das Prinzip «vom Groben ins Feine». Bereits auf der Grundlage einer strategischen Planung oder einer Machbarkeitsstudie lässt sich ein Raumprogramm erstellen. Parallel dazu können Kosten mit einer Genauigkeit von ca. 20 Prozent kalkuliert werden. Dieses Vorgehen erlaubt es, die Kosten in einer frühen Projektphase zu steuern, bevor die meisten Details festgelegt sind.
Für die folgenden Planungsphasen – Bauprojekt, Ausschreibung und Ausführung – wird der Baukostenplan weiterverwendet und präzisiert. Bauherrschaft und Planende erhalten dadurch genauere Angaben zu den Arbeitsleistungen, die auszuschreiben sind, oder zu den erforderlichen Mengen an Baustoffen. Ziel eines Detailprojekts ist der Kostenvoranschlag mit einer Genauigkeit von ca. 10 Prozent. Dieser umfasst das detaillierte Leistungsverzeichnis, worauf eine Ausschreibung für Offerten und danach die Werkverträge zwischen Bauherrschaft und den Unternehmern beruhen.