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Baukostenplan (BKP): Baukosten richtig planen und kontrollieren

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Person prüft Baupläne und berechnet die Baukosten für ein Hausprojekt.

Der Baukostenplan – kurz BKP – gliedert die Kosten beim Hausbau nach Aufwandgruppen. Ein einheitlicher Branchenstandard macht sie vergleichbar und hilft der Bauherrschaft bei der Kostenkontrolle. Eine Erweiterung vereinfacht zudem den Einsatz ökologischer Baustoffe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Baukostenplan (BKP) ist ein schweizweit einheitlicher Standard zur Gliederung von Baukosten. Er schafft Transparenz, erleichtert Vergleiche und unterstützt die Kostenkontrolle während des gesamten Bauprojekts.
  • Mit dem Prinzip «vom Groben ins Feine» werden die Kosten schrittweise präzisiert. Erste Schätzungen sind bereits in frühen Projektphasen möglich, später folgen detaillierte Kostenvoranschläge und Ausschreibungen.
  • Die Kostenkontrolle wird durch die strukturierte Erfassung aller Leistungen vereinfacht. Abweichungen lassen sich früh erkennen, analysieren und bei Bedarf korrigieren.
  • Der BKP ermöglicht zudem Benchmarking, indem Baukosten anhand von Kennwerten wie Fläche oder Volumen mit ähnlichen Projekten verglichen werden.

Was ist ein Baukostenplan (BKP)?

Baukostenpläne dienen dazu, Baukosten nach Aufwandgruppen zu gliedern und die einzelnen Leistungen transparent darzustellen. Diese sind entweder nach Leistungsbereichen (z. B. Baumeisterarbeiten, Malerarbeiten, Elektroinstallationen usw.) und Drittleistungen oder nach Bauteilen (z. B. Bodenplatte, Aussenwand usw.) und Materialien geordnet.

Ein Baukostenplan wird vom Projektentwurf über die Detailplanung bis zur Ausführung erstellt. Er dient sowohl der frühen Ermittlung der Baukosten als auch der Kostenkontrolle während der Ausführung.

Herausgeberin des BKP-Katalogs ist die Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB). Sie entwickelt gemeinsam mit Fachverbänden und im Auftrag der Schweizer Baubranche einheitliche Standards für die Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken.

Aktuell sind folgende Kostengliederungen (Normen) gültig:

  • Baukostenplan BKP 2001 (SN 506 500)
  • Spitalbau-Kostenplan SKP 2003 (SN 506 504)
  • Baukostenplan Hochbau eBKP-H (SN 506 511)
  • Baukostenplan Tiefbau eBKP-T (SN 506 512)
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Wie funktioniert die Kostenplanung?

Die wichtigsten Vorteile eines Baukostenplans BKP sind: Der Investitionsaufwand wird nach Unternehmer- und Bauteilarten gegliedert und für die Ausschreibung von Unternehmeraufträgen nach einheitlichen Branchenregeln strukturiert. So schafft ein BKP zum einen Ordnung für die Planungsphase. Zum anderen hilft der Baukostenplan, die Übersicht in der Baubuchhaltung zu behalten.

Die Kosten eines Projekts sind dazu phasengerecht zu ermitteln; zu empfehlen ist das Prinzip «vom Groben ins Feine». Bereits auf der Grundlage einer strategischen Planung oder einer Machbarkeitsstudie lässt sich ein Raumprogramm erstellen. Parallel dazu können Kosten mit einer Genauigkeit von ca. 20 Prozent kalkuliert werden. Dieses Vorgehen erlaubt es, die Kosten in einer frühen Projektphase zu steuern, bevor die meisten Details festgelegt sind.

Für die folgenden Planungsphasen – Bauprojekt, Ausschreibung und Ausführung – wird der Baukostenplan weiterverwendet und präzisiert. Bauherrschaft und Planende erhalten dadurch genauere Angaben zu den Arbeitsleistungen, die auszuschreiben sind, oder zu den erforderlichen Mengen an Baustoffen. Ziel eines Detailprojekts ist der Kostenvoranschlag mit einer Genauigkeit von ca. 10 Prozent. Dieser umfasst das detaillierte Leistungsverzeichnis, worauf eine Ausschreibung für Offerten und danach die Werkverträge zwischen Bauherrschaft und den Unternehmern beruhen.

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Wie hilft der BKP bei der Kostenkontrolle?

Für die Bauherrschaft geben Baukostenpläne die Baukosten während der ganzen Projektierungs- und Ausführungsdauer detailliert und transparent wieder. Sie verdeutlichen – abhängig vom Projektierungsfortschritt –, was ein Bauelement bzw. eine Arbeitsgattung kostet. Für diese Art der Kostenanalyse ist die Kostenstruktur hilfreich, indem ein prozentualer Anteil einzelner Positionen wie Gebäudehülle oder Haustechnik betrachtet und mit ähnlichen Projekten verglichen wird. So lassen sich unübliche Kosten rasch erkennen und gegebenenfalls korrigieren. In der Ausführungsphase helfen Baukostenpläne insbesondere bei der Kostenkontrolle und dem Finanzierungsplan. Entwickeln sich die Gesamtkosten nicht wie geplant, lassen sich die Gründe aufgrund der detaillierten Informationen rasch feststellen und entsprechende Massnahmen ergreifen.

Anhand der Baupläne kann die Bauherrschaft zudem ein Benchmarking durchführen, indem sie spezifische Kostenkennwerte (Baukosten im Verhältnis zu Fläche oder Volumen) mit anderen Projekten vergleichen lässt.

Anhand der Baupläne kann die Bauherrschaft ebenso ein Benchmarking durchführen, indem sie spezifische Kostenkennwerte (Baukosten im Verhältnis zu Fläche oder Volumen) mit anderen Projekten vergleichen lässt.

Wie unterstützt der Eco-BKP nachhaltiges Bauen?

Bauherrschaften, die ökologische und gesunde Baumaterialien verwenden wollen, können sich einer erweiterten BKP-Version bedienen: dem Eco-BKP. Er dient als ebenfalls standardisiertes Werkzeug für die ökologische Planung und Ausschreibung von Arbeitsgattungen und Verarbeitungsprozessen. Aktuell sind 29 Arbeitsgattungen wie Rückbau, Rohbau, Gebäudetechnik, Innenausbau und Umgebungsarbeiten berücksichtigt. Herausgeber des Eco-BKP ist der Verein Eco-Bau, der sich als gemeinsame Plattform öffentlicher Bauherrschaften des Bundes, der Kantone und der Städte versteht.

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