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Bauland finden in der Schweiz: Tipps für Bauherrinnen und Bauherren

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Neubau auf einem Baulandgrundstück mit Baukran und Gerüst während der Rohbauphase.

Ohne geeignetes Bauland lassen sich Hausbauträume nicht realisieren. Doch der Weg dazu ist alles andere als leicht. Wir nennen dir erfolgversprechende Wege, um Bauland zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauland finden ist in vielen Regionen der Schweiz schwierig, da geeignete Grundstücke knapp oder teuer sind, eine systematische Suche über Web, Print und lokale Netzwerke erhöht jedoch die Erfolgschancen deutlich.
  • Die grössten Potenziale liegen heute im Web und in der lokalen Recherche, etwa durch direkte Anfragen bei Gemeinden, Bauämtern oder im persönlichen Umfeld, ergänzend lohnt sich ein eigenes Gesuch, um passive Eigentümerschaften zu erreichen.
  • Viele Grundstücke sind mit Auflagen wie Wohnsitzpflicht, Architekturverpflichtung oder Baurecht verbunden, deshalb müssen Suchkriterien und Budget sorgfältig geprüft und angepasst werden.
  • Ein Ersatzneubau auf bereits überbautem Bauland kann eine attraktive Alternative sein, auch wenn Abbruchkosten und Bewilligungen zusätzlichen Aufwand bedeuten.

Wie findest du geeignetes Bauland?

In vielen Gegenden der Schweiz ist Bauland knapp geworden. Und die verfügbaren Grundstücke eignen sich nicht oder sind schlicht zu teuer. Um an Bauland zu kommen, bieten sich im Wesentlichen folgende Wege an: webgestützte Suche, Zeitungsinserate oder lokale Recherche in der Wunschgemeinde.

Wie findest du Bauland? 5 erfolgversprechende Wege

  • Suchauftrag oder Suche bei Immobilienportalen: sehr grosses Potenzial
  • Printmedien: Gesuche oder Inserate in Tages- und Wochenzeitungen; präzise Umschreibung des Wunschgrundstücks.
  • Websites von Immobilientreuhänderinnen und Immobilientreuhändern, fallweise mit einer persönlichen Beratung zum Vorgehen.
  • Gemeinden: Anfrage oder Website, allenfalls verbunden mit einer telefonischen oder persönlichen Nachfrage; die vorgängige Konsultation des Zonenplans ist empfehlenswert.
  • Lokale Recherchen in der Wunschgemeinde: Durch Nachfragen beim Pöstler, im Dorfrestaurant oder beim kommunalen Bauamt (Zonenplan) ergeben sich neue Informationsquellen oder sogar Hinweise auf baureife Grundstücke.

Ob Web oder Zeitung, in beiden Fällen lässt sich das Prüfen von Angeboten mit einer eigenen Suchanfrage ergänzen. Damit vergrössert sich der Adressatenkreis um jene Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, die zwar Bauland besitzen, es aber nicht aktiv anbieten. Dabei sollte die Wirkung von lokalen Anzeigern keinesfalls unterschätzt werden. Denn für viele ältere Eigentümerinnen und Eigentümer ist das Lokalblatt neben dem Fernseher nach wie vor ein wichtiges Kommunikationsmittel. Heute ist das Web bezüglich der Vermittlung von Bauland allerdings die Nummer 1. Insofern liegen im Web und in der lokalen Recherche die grössten Potenziale. Bauland von Gemeinden ist häufig mit der Auflage der Wohnsitznahme verbunden. Dadurch ist der Bau eines Ferienhauses verwehrt, auch wenn das neue Zweitwohnungsgesetz dies zulassen würde. Entsprechend sind die Suchkriterien anzupassen. Noch häufiger sind Grundstücke mit einer Architekturverpflichtung oder Ausführungsverpflichtung auf dem Markt. Anbieterinnen und Anbieter von Fertighäusern oder Architekturbüros, aber auch Bauunternehmen sind an Käuferinnen und Käufern interessiert, die ihr Haus gemeinsam mit der Grundstückverkäuferin oder dem Grundstückverkäufer bauen. Auch das verändert das Suchraster.

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Wann lohnt sich ein Ersatzneubau?

Mit zunehmender Überalterung der Bausubstanz nehmen die Angebote mit bereits überbautem Bauland zu. Käuferinnen und Käufer müssen vor Baubeginn das alte Objekt abbrechen lassen, was eine separate Bewilligung bedingt und erhebliche Kosten nach sich zieht. Aufgrund der heute geltenden Vorgaben zu den Grenzabständen bekommt der Ersatzneubau innerhalb des Grundstücks eine andere Position. Erfahrungen zeigen, dass der Umweg über den Abbruch eines Gebäudes zu attraktiven Grundstücken führen kann, die zudem mehrheitlich innerhalb eines gewachsenen Siedlungsraums liegen.

Was bedeutet Bauland im Baurecht?

Einzelne Gemeinden und Stiftungen geben Bauland, wenn überhaupt, nur im Baurecht ab. Die üblicherweise veranschlagte Frist von 99 Jahren für das Baurecht verleiht dem Baurechtsvertrag einen hohen Stellenwert – einem Kauf des Grundstücks vergleichbar. In der Regel sind auch die Kosten vergleichbar.

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