Wie hoch sollten die Einzahlungen in den Erneuerungsfonds sein?
Dach, Fassade und Gebäudehülle haben in der Regel eine Lebensdauer von 25 Jahren. Darum sollte bis zu diesem Zeitpunkt genügend Geld im Erneuerungsfonds sein, um diese Arbeiten finanzieren zu können, ohne dass die Stockwerkeigentümergemeinschaft nachzahlen müssen. Wie hoch der jährliche Beitrag sein sollte, ist umstritten. Die Meinungen schwanken zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des Gebäudeversicherungswertes im Jahr. Sinnvollerweise von Anfang an, damit genügend Geld vorhanden ist, wenn die ersten Sanierungen fällig werden und finanziert werden müssen.
Expertinnen und Experten empfehlen, grosszügig einzuzahlen und allenfalls eine obere Limite festzusetzen, damit der Fonds 2 bis 10 Prozent des Gebäudeversicherungswertes nicht übersteigt. Idealerweise wächst der Fonds jährlich um ein Prozent, dann stehen die Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer bei Erneuerungen auf der sicheren Seite. Die Gefahr, dass ein hoher Fondsbetrag Luxussanierungen fördert, ist gering, zumal dafür Einstimmigkeit in der Stockwerkeigentümergemeinschaft notwendig sei.