5: Planung und Installation der Solaranlage
Bei der Auswahl der geeigneten Solarmodule solltest du Faktoren wie Leistung, Wirkungsgrad, Haltbarkeit und Garantie berücksichtigen. Es gibt verschiedene Arten von Solarmodulen, darunter monokristalline, polykristalline und Dünnschichtmodule. Monokristalline Module sind in der Regel effizienter, aber auch teurer. Polykristalline Module sind kostengünstiger, aber etwas weniger effizient. Dünnschichtmodule sind flexibel und eignen sich für bestimmte Anwendungen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den du bei der Auswahl der Module berücksichtigen solltest, ist die Hagelsicherheit der Photovoltaikmodule. Denn: Hagelstürme verursachen in der Schweiz jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. An Photovoltaikanlagen können sie beispielsweise Glasbruch, Isolationsfehler, Mikrorisse in den Solarzellen oder Schäden am Modulrahmen verursachen. Wie gut ein Solarmodul gegen Hagelschäden geschützt ist, gibt der sogenannte Hagelwiderstand HW an. Im Hagelregister findest du eine Auflistung von Photovoltaikmodulen, die in anerkannten Prüflaboratorien auf deren Hagelsicherheit geprüft wurden.
Tipp: Hole Offerten von verschiedenen Solartechnik-Unternehmen ein. Behalte dabei nicht nur den Gesamtpreis, sondern auch andere Faktoren wie Modultypen, Leistungsgarantien, Installationskosten und Wartungsdienste im Auge.
Die Installation einer Solaranlage auf einem Einfamilienhaus ist normalerweise innerhalb einer Woche abgeschlossen. Der Prozess beginnt mit dem Aufbau eines Gerüsts für eine sichere Montage. Anschliessend werden die Solarmodule in 2 bis 3 Tagen auf dem Dach angebracht. Danach erfolgt die Elektroinstallation, die je nach Umfang zusätzlicher Funktionen wie Steuerungssysteme, Boiler oder Batterien 1 bis 2 Tage dauern kann. Nach der Installation werden Sicherheitstests durchgeführt, und die Anlage wird in Betrieb genommen. Im Zuge dessen erhältst du als Hauseigentümerin oder Hauseigentümer eine entsprechende Anleitung.
Denke auch an den Versicherungsaspekt der Solaranlage: Schliesse am besten eine Solarversicherung ab. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Zusatzversicherung. In den Kantonen mit obligatorischer Gebäudeversicherung sind Feuer- und Elementarschäden an der Solaranlage zwar meistens in dieser Grundversicherung enthalten; die Folgekosten sind jedoch nur beschränkt versichert.
Tipp: Auf der sicheren Seite
Schäden an einer Solaranlage können schnell ins Geld gehen. Wenn zum Beispiel durch Material- oder Fabrikationsfehler oder äussere Einwirkungen deine Solaranlage beschädigt wird, ist dies nicht durch deine obligatorische Gebäudeversicherung gedeckt und du musst die Reparaturkosten selbst übernehmen. Mit einer entsprechenden Versicherung kannst du dich gegen dieses Risiko absichern.