Worin sich Lukarnen und Gauben unterscheiden
Lukarnen und Gauben werden in Schrägdächer eingebaut. Sie besitzen vertikale Fensterebenen, was sie von Dachflächenfenstern unterscheidet. Die Dachlukarne stammt aus der Renaissance. Der Name leitet sich aus dem Französischen ab und bedeutet Luke, obwohl Lukarnen nicht nur Öffnungen im Dachstuhl sondern Aufbauten sind, die aus ihm herausragen.
Dachgauben, hergeleitet vom Erbwort von Spätmittelhochdeutsch gupe (Erker) unterscheiden grundsätzlich dadurch von Lukarnen, dass ihre Eindeckung nahtlos in die Dachfläche übergeht, während die Lukarnen ein eigenes Dach haben, das meistens aus Blech besteht.
Nachträgliche Einbauten von Lukarnen und Gauben sind bewilligungspflichtig. Es gibt bei den Ausmassen zwar keine Einschränkungen, zu beachten ist aber, dass der Fensteranteil und der Tageslichteintrag Minimal- und Maximalwerte kennen. Bei älteren Gebäuden muss abgeklärt werden, welche Änderungen der Denkmal- oder Ortsbildschutz zulässt.