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Nominalwert bei Immobilien einfach erklärt

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Person hält eine 100-Franken-Note als Symbol für den Unterschied zwischen Nominalwert und Realwert.

Manche Personen, die Immobilien besitzen, haben Mühe damit, wenn ihr Objekt plötzlich weniger wert ist. Sie klammern sich am Nominalwert fest, obwohl das Haus oder die Wohnung real vielleicht weniger wert sind. Besonders, wenn das Objekt eine Kapitalanlage oder, schlimmer noch, ihre Altersvorsorge ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Nominalwert einer Immobilie entspricht dem ursprünglich bezahlten Preis oder dem rechnerischen Wert in deiner Renditeberechnung, er sagt jedoch nichts darüber aus, was das Objekt heute tatsächlich am Markt wert ist.
  • Entscheidend beim Verkauf ist der Realwert, also der aktuelle Verkehrswert, den Käuferinnen und Käufer bereit sind, zu zahlen. Dieser hängt stark von Lage, Markt und Objektzustand ab.
  • Die Werthaltigkeit einer Immobilie wird durch drei Faktoren bestimmt, Lage und Markt kannst du nicht beeinflussen, den Objektzustand hingegen schon, etwa durch Renovationen oder energetische Sanierungen.
  • Immobilien gelten als relativ wertstabil und bieten einen gewissen Schutz vor Inflation, dennoch können die Preise steigen oder sinken, auch Buchverluste sind möglich.
  • Wie bei einer 100-Franken-Note zeigt der Vergleich zwischen Nominalwert und Realwert, dass Geld und Immobilien nominal gleich bleiben können, ihre reale Kaufkraft oder ihr Marktwert jedoch schwanken.

Immobilien als Anlage und Altersvorsorge

Immobilien sind in der Schweiz gesucht. Zum einen, weil die Hypothekarzinsen im historischen Vergleich immer noch tief sind. Zum anderen, weil Mehrfamilienhäuser und vor allem Eigentumswohnungen für viele Personen in der Schweiz trotz der höheren Finanzierungskosten immer noch eine Anlagealternative und/oder ein wichtiger Teil ihrer Altersvorsorge sind. Die Rechnung ist für viele in den letzten 20 Jahren aufgegangen: Seit der Jahrtausendwende haben sich beispielsweise die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im landesweiten Durchschnitt verdoppelt. In Zentren wie Basel, Genf oder Zürich und darum herum sogar noch mehr.

Die drei Faktoren der Werthaltigkeit

Immobilien sind als Anlage beliebt, weil sie besser rentieren als Sparkonten oder Obligationen, wertstabil sind, vor Inflation schützen und langfristig verhältnismässig sicher sind. Wichtigstes Argument ist ihre Wertstabilität oder Werthaltigkeit. Die hängt von drei Faktoren ab:

  • Lage
  • Markt
  • Objekt

Lage und Markt haben eine grosse Hebelwirkung auf den Preis, können aber nach dem Kauf nicht beeinflusst werden. Wenn du Wohneigentum besitzt, kannst du nichts dafür, wenn ein S-Bahn-Anschluss in der Nähe entsteht und dein Haus oder deine Wohnung dank besserer Verkehrsanbindung mehr wert ist. Genauso wenig kannst du dafür, wenn die Immobilienpreise sinken, weil beispielsweise der Krieg in der Ukraine die Menschen verunsichert und sie sich nicht verschulden wollen, um deine Eigentumswohnung zu kaufen. Du kannst nur den Faktor Objekt beeinflussen. Zum Beispiel durch den Grundriss, den Ausbau, die Geräte und regelmässige Renovationen oder Sanierungen. Vor allem energetische Sanierungen zahlen sich langfristig und nachhaltig für dich aus.

«Beim Verkauf ist einzig und allein der Verkehrswert entscheidend.»

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Realwert oder Nominalwert?

Viele Personen die Immobilien besitzen, haben Mühe mit dem Gedanken, dass der Wert der Wohnung oder des Hauses sinken könnte. Das Objekt ist für sie so viel wert, wie sie dafür bezahlt oder wie sie damit die Rendite berechnet haben. Das ist der Nominalwert und hat nichts mit dem Realwert zu tun. Der Realwert ist der Preis, für den das Objekt verkauft werden könnte. Ein Vergleich: Der Nominalwert einer 100-Franken-Banknote ist immer 100 Franken. Ihr Realwert hängt davon ab, wie viel du dir dafür kaufen kannst. Wenn der Landesindex der Konsumentenpreise  steigt, sinkt der Realwert deiner 100-Franken-Note, obwohl sie nominal immer gleich viel wert ist.

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100 Franken sind 100 Franken …

Immobilien schützen bis zu einem gewissen Grad vor Inflation, ihr Wert kann aber auch schwanken. Und das heisst nicht nur steigen, wie in den letzten 20 Jahren, sondern auch sinken. Das können oder wollen manche Personen die Immobilien besitzen nicht akzeptieren. Oft haben sie mehr Mühe damit, wenn ihre Wohnung 50’000 Franken weniger wert ist, als wenn sie ihr Auto, das 100’000 Franken gekostet hat, zum halben Preis verkaufen. Und das, obwohl die 50’000 Franken Verlust mit dem Auto real sind und der Wertverlust des Hauses oder der Wohnung nur ein Buchverlust ist und das Objekt den Verlust wieder wettmachen könnte, wenn der Markt dreht.

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