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Versicherungen für Mietende: Was du wirklich brauchst

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Mietwohnung: Welche Versicherungen brauchst du?

Wenn du in eine Mietwohnung einziehst, musst du dich nicht nur um Möbel und Umzugskisten kümmern, sondern auch um deinen Versicherungsschutz. Wir sagen dir, welche Versicherungen Pflicht und welche sinnvoll sind – sowie auf welche du verzichten kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hausratversicherung schützt dein gesamtes Eigentum in der Mietwohnung vor Risiken wie Feuer, Wasser, Sturm oder Einbruch. Wichtig ist eine ausreichend hohe Versicherungssumme, damit du im Schadenfall keine Kürzungen wegen Unterversicherung riskierst.
  • Die Privathaftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die du anderen Personen oder fremdem Eigentum zufügst, etwa an fest eingebauten Teilen der Mietwohnung. Obwohl sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, wird sie bei Mietverhältnissen oft vorausgesetzt.
  • Mit einer Hausratkasko kannst du selbst verursachte Schäden an elektronischen Geräten wie Handy, Laptop oder Tablet absichern. Sie ergänzt die Hausratversicherung und lohnt sich besonders bei teuren Geräten.

Versicherungen für Mietende im Überblick

Im Alltag geht schnell etwas kaputt, ein Wasserschaden ruiniert deine Einrichtung oder bei dir wird eingebrochen. Mit der richtigen Kombination aus Hausratversicherung, Privathaftpflicht, optional Hausratkasko und Rechtsschutzversicherung kannst du dich vor hohen Kosten schützen.

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Hausratversicherung: Schutz für dein Eigentum

Stell dir vor, ein Wasserschaden ruiniert des Hab und Gut. Hier greift die Hausratversicherung: Sie versichert deinen gesamten Hausrat zum Neuwert, also so, dass du die Sachen wiederbeschaffen kannst.

Zum Hausrat gehören die traditionellen Einrichtungsgegenstände wie Sofa, Bett, Teppich und Lampen, deine Kleidung, aber auch dein Laptop, ein iPad oder das sündhaft teure E-Bike, das zu zur Sicherheit in der Wohnung parkierst. 

Typische versicherte Gefahren sind:

  • Feuer (Brand, Rauch, Explosion)
  • Wasser- und Leitungswasserschäden
  • Elementarschäden wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung
  • Einbruchdiebstahl oder Vandalismus 
  • Glasbruch je nach gewählter Deckung

Wichtig ist, dass du die Versicherungssumme realistisch festlegst. Sie sollte dem Wert deines gesamten Hausrats zum heutigen Neupreis entsprechen, sonst riskierst du eine Unterversicherung. Die Versicherungssumme ist der maximale Betrag, den die Versicherung im Schadenfall bezahlt. Liegt sie deutlich unter dem tatsächlichen Wert deines Hausrats, kann die Entschädigung gekürzt werden – und zwar anteilsmässig.

Rechne also vor Abschluss der Hausratsversicherung durch, was es kosten würde, alles neu zu kaufen. Überprüfe die Summe nach grossen Anschaffungen. Der Neuwert ist wichtig: Ist dein Hausrat 95'000 Franken wert, du hast aber nur 50'000 Franken versichert, erhältst du im Schadenfall oft nur die Hälfte des Schadens ersetzt – selbst wenn der Einbruchschaden «nur» 7000 Franken beträgt.

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Hausratkasko: Extra-Schutz für deine Geräte

Die klassische Hausratversicherung greift bei Schäden von «aussen» – etwa Feuer, Wasser, Einbruch oder Sturm. Was aber, wenn dir das Handy runterfällt oder du dein Laptop-Display beschädigst?

Hier kommt die Hausratkasko ins Spiel. Sie deckt selbst verursachte Beschädigungen an versicherten Geräten wie Handy, Tablet, Laptop oder TV ab. Der Schutz gilt in der Regel für alle erfassten Geräte im Haushalt. Je nach Anbieter sind auch Herunterfallen, Sturzschäden, Kurzschluss oder unsachgemässe Handhabung mitversichert. Gerade wenn du viele oder besonders teure elektronische Geräte besitzt, kann eine Hausratkasko-Versicherung sinnvoll sein.

Privathaftpflichtversicherung: Schutz bei Schäden an Dritten

Die Privathaftpflichtversicherung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in vielen Mietverträgen faktisch Voraussetzung. Sie springt ein, wenn du einer anderen Person oder deren Eigentum einen Schaden zufügst und dafür haftest.

Die Schadensmöglichkeiten sind vielfältig: Stell dir vor, dir rutscht beim Kochen die schwere gusseiserne Pfanne aus der Hand und knallt direkt auf das moderne Glaskeramik-Kochfeld. Das Glas zerspringt sofort. Da das Kochfeld fest in der Mietwohnung verbaut ist, übernimmt deine Privathaftpflicht diesen sogenannten Mieterschaden. Oder du beschädigst beim Umzug das Treppengeländer oder eine Glastüre im Haus. Vielleicht verursachst du als Velofahrerin oder Velofahrer aber auch einen Personen- oder Sachschaden. In der Regel sind in einer Police du selbst, deine Partnerin oder dein Partner im gemeinsamen Haushalt und auch eure Kinder versichert, wenn sie mit euch zusammenwohnen. 

Die Privathaftpflicht ist vor allem wichtig, weil Personenschäden sehr teuer werden können. Im Verhältnis zu diesen Risiken ist die Prämie meistens eher tief.

Kombinierte Haushaltversicherung: Alles in einem Paket

Viele Versicherer fassen Hausratversicherung und Privathaftpflicht in einer Haushaltversicherung zusammen.

Das hat mehrere Vorteile:

  • Eine Police statt zwei Verträge – weniger administrativer Aufwand.
  • Oft attraktivere Prämien als bei zwei einzelnen Versicherungen.
  • Deckungen lassen sich meist modular erweitern (z. B. Glasbruch, Reisegepäck, einfache Diebstähle auswärts).
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Rechtsschutzversicherung: Unterstützung bei Streitigkeiten rund ums Wohnen

Konflikte rund um die Mietwohnung sind keine Seltenheit. Egal, ob Vermietende die Nebenkosten plötzlich drastisch erhöhen oder die Nachbarn nachts die Musik voll aufzudrehen pflegen – Probleme mit Vermietenden oder der Nachbarschaft können schnell komplex werden. Eine Rechtsschutzversicherung kann dich in solchen Situationen entlasten.

Du erhältst rechtliche Beratung und Unterstützung durch Juristinnen und Juristen. Je nach Police übernimmt die Versicherung Anwaltskosten, Gerichtskosten, Verfahrenskosten und Prozessentschädigungen. Oft ist auch ein Verkehrsrechtsschutz integriert, der dich zusätzlich bei Streitigkeiten im Strassenverkehr absichert.

Ob sich eine Rechtsschutzversicherung lohnt, hängt letztlich von deinem Sicherheitsbedürfnis und deiner Lebenssituation ab.

Häufige Fragen

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