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Renovationskosten von den Steuern abziehen: Das gilt in der Schweiz

ca. 3 Leseminuten in Zusammenarbeit mit Christoph Lehmann, finanzfokus
Älteres Paar prüft gemeinsam Unterlagen am Tisch – Symbol für die steuerliche Planung von Renovationen und das Sparen von Steuern mit dem Eigenheim in der Schweiz.

Ein Eigenheim ist in der Schweiz nicht nur ein Ort zum Leben, sondern auch ein wichtiger Faktor für die persönliche Vermögensbildung – und für die Steuerplanung. Viele Wohneigentümerinnen und -eigentümer wissen nicht, dass sie durch gezielte Renovationen oder Unterhaltsarbeiten am Haus oder an der Wohnung Steuern sparen können. In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Eigenheim steuerlich optimal nutzt – und worauf du bei Umbauten, Sanierungen oder Renovationen achten solltest.

Experte in diesem Artikel

Christoph Lehmann
finanzfokus

Christoph Lehmann ist Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung von finanzfokus. Er berät Kundinnen und Kunden in den Bereichen Versicherung und Finanzberatung und ist Spezialist im Thema Steuern rund ums Eigenheim.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit deinem Eigenheim kannst du in der Schweiz Steuern sparen, indem du Unterhaltskosten, Hypothekarzinsen und bestimmte Renovationen in der Steuererklärung abziehst, trotz Besteuerung des Eigenmietwerts.
  • Werterhaltende Renovationen wie Fensterersatz, neue Heizung oder Malerarbeiten sind voll abzugsfähig, wertvermehrende Investitionen hingegen nicht. Sie reduzieren aber später die Grundstückgewinnsteuer.
  • Besonders attraktiv sind energieeffiziente Sanierungen wie Wärmepumpe oder Photovoltaik, da sie steuerlich abziehbar sind und teilweise zusätzlich Fördergelder ermöglichen.

Wie kann man mit dem Eigenheim in der Schweiz Steuern sparen?

Grundsätzlich unterscheidet das Steuerrecht zwischen Eigenmietwert und abzugsfähigen Kosten. Wenn du in deinem Eigenheim wohnst, musst du den sogenannten Eigenmietwert versteuern – also einen fiktiven Mietwert, den du zahlen würdest, wenn du dein Haus oder deine Wohnung mieten würdest.

Gleichzeitig kannst du aber verschiedene Kosten in der Steuererklärung abziehen – insbesondere:

  • Unterhaltskosten (wahlweise pauschal oder effektiv)
  • Renovationen und Sanierungen (nur werterhaltend)
  • Energieeffiziente Massnahmen
  • Schuldzinsen bei Hypotheken

Was darf ich bei Renovationen von der Steuer abziehen?

Entscheidend ist, ob es sich um werterhaltende oder wertvermehrende Arbeiten handelt:

Werterhaltende Renovationen – steuerlich abziehbar

Diese Arbeiten dienen dazu, den ursprünglichen Zustand der Liegenschaft zu erhalten:

Diese Kosten kannst du in deiner Steuererklärung voll abziehen, entweder pauschal (10–20 % je nach Kanton) oder effektiv mit Belegen.

Wertvermehrende Renovationen – nicht abziehbar

Dazu zählen Verbesserungen, die den Wert deiner Liegenschaft erhöhen:

  • Anbau eines Wintergartens
  • Einbau eines Cheminées, Whirlpools oder Smart-Home-Systems
  • Luxus-Küche oder hochwertige Materialien
  • Ausbau des Dachgeschosses

Diese Ausgaben sind steuerlich nicht im Unterhalt abziehbar, können aber bei einem späteren Verkauf die Grundstückgewinnsteuer senken.

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Energieeffiziente Sanierungen – doppelt sparen

Besonders attraktiv sind in der Schweiz Investitionen in Energieeffizienz. Dazu gehören:

Solche Investitionen sind abziehbar – auch wenn sie den Wert steigern. In einigen Kantonen sogar über mehrere Jahre verteilt. Zudem kannst du Fördergelder von Bund, Kanton oder Gemeinden beantragen (z. B. über das Gebäudeprogramm).

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Pauschal oder effektiv – was lohnt sich mehr?

In vielen Kantonen kannst du wählen, ob du pauschal oder effektiv abrechnen willst:

  • Pauschale Abzüge: Einfach und ohne Belege – meist 10–20 % des Eigenmietwerts.
  • Effektive Abzüge: Lohnend bei grossen Renovationen oder Sanierungen – du brauchst alle Rechnungen.

 Tipp

Wenn du weisst, dass eine grosse Renovation ansteht, lohnt es sich, im betreffenden Jahr auf die effektive Methode umzusteigen.

Renovationen clever planen – über mehrere Jahre verteilt

Wenn du grössere Unterhaltsarbeiten planst, lohnt es sich, diese auf mehrere Steuerjahre zu verteilen. So bleibst du jeweils unter der Progressionsgrenze und kannst mehr Steuern sparen.

Doch aufgepasst: Es bleiben nur noch die Steuerjahre 2026, 2027 und 2028. Denn mit dem Wegfall des Eigenmietwerts sind auch die Abzüge nicht mehr möglich.

Beispiel:
Statt die komplette Fassadensanierung in einem Jahr zu machen, teile sie auf zwei Jahre auf – und maximiere so den steuerlichen Effekt.

Fazit: Mit dem Eigenheim clever Steuern sparen

Das Eigenheim bietet in der Schweiz viele Möglichkeiten, um effizient Steuern zu optimieren. Wer gezielt in werterhaltende und energieeffiziente Massnahmen investiert, kann Jahr für Jahr sparen – und gleichzeitig den Wert der eigenen Liegenschaft sichern oder steigern.

Wichtig: Jeder Kanton hat eigene Regeln und Pauschalen. Es lohnt sich, die kantonalen Steuerinformationen zu prüfen oder eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater beizuziehen.

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