Solar-Innovationen
Solarzellen bestehen aus kristallinem Silizium, worin einfallende Lichtstrahlen jeweils Elektronen freisetzen. Zur Verbesserung der Lichtabsorption wird eine bläuliche Aussenschicht aufgetragen. Im Endeffekt entsteht daraus ein elektrisches Feld, respektive Strom. Kristalline Standardmodule erreichen, abhängig von Oberfläche und Farbton, einen Wirkungsgrad von 15 bis 22 Prozent. Im Labor werden Wirkungsgrade bis 46 Prozent erreicht. Um die Ertragsleistung der Photovoltaik auch im Alltag zu verbessern, werden weiterhin innovative Technologien erforscht. Das Versprechen ist: Auf derselben Fläche mehr Solarstrom erzeugen. Auf über 29 Prozent schaffen es zum Beispiel an der ETH Lausanne erfundene Perowskit-Solarzellen, die noch nicht marktreif sind. Zudem besitzen sie eine kürzere Lebensdauer als die kristalline Konkurrenz.
Bifazial: kombinierbare Dachanlagen
Eine weitere Neuheit sind bifaziale PV-Module. Diese sind an der Vorder- und Rückseite mit Solarzellen versehen, weshalb sie 25 % mehr Strom pro m2 als konventionelle Varianten erzeugen. Bifaziale PV-Module werden meistens für vertikal aufgeständerte Dachanlagen verwendet. Sie lassen sich mit einer Begrünung kombinieren und erhöhen, vergleichbar einer Solarfassade, den Winterstromanteil für die lokale Eigenversorgung. Optimal ist die Konstruktionsvariante in höheren Lagen, weil dort die Schneedecke die Reflektion der Lichtstrahlung erhöht. Als Anwendungsorte eignen sich zum Beispiel Flachdächer von Wintergärten oder Carports, wobei der Strom etwa für die eigene Elektromobilität nutzbar ist.